Woche 7 – From Zero to Hero

Athletik

Noch  4 Wochen Training und dann geht es zum Hamburg Triathlon…. Ich bin mittlerweile so unglaublich Nervös…. Aber ich freue mich auch …

Mein Plan für Woche

  • Montag: Athletik und Rumpfstabilität (30 Minuten)
  • Dienstag: Schwimmen (45-60 Minuten), Athletik und Rumpfstabilität (30 Minuten)
  • Mittwoch: Laufen, 40 Minuten (Nachmittag/abend), 10 Minuten warm-up, 10x 1 Minute hohes Tempo mit jeweils 1 Minute lockeres Tempo als Pause, 10 Minuten auslaufen, Stretching, 20 Minuten
  • Donnerstag: Schwimmen (45-60 Minuten), Schwimmplan siehe unten
  • Freitag: Radfahren, 90 Minuten Grundlagenausdauer
  • Samstag: Radfahren, 90 Minuten Grundlagenausdauer mit 2x (8x 40 Sekunden Sprints und 20 Sekunden Pause), zwischen den beiden Serien 10 Minuten locker kurbeln
  • Sonntag: Laufen, 20 Minuten Grundlagenausdauer Radfahren, 75 Minuten Grundlagenausdauer (die letzten 15 Minuten hohes Temp) Laufen, 15 Minuten Grundlagenausdauer (die ersten 5 Minuten hohes Tempo)

Montag – Alles für mehr Power

Heute Morgen wachte ich ziemlich müde auf…. Ich habe so schlecht geschlafen, da war ich schon etwas Glücklich das heute mehr oder weniger Ruhetag ist….

Nur ein Bisschen Athletiktraining 😉 Nach der Arbeit holte ich also meine Matte raus und absolvierte 30 min.

Am Schluss versuchte ich mich noch an meiner Klimmzugstange und siehe da es geht….. Ich finde Klimmzüge total und wahnsinnig anstrengend aber heute habe ich trotz Müdigkeit und allem 3 am Stück geschafft (mag vielleicht doof klingen) aber ich habe mich sehr darüber gefreut 😉

Dienstag – Eiszapfen

Heute ging es nach der Arbeit ins Freibad. Ich hatte meinen Neoprenanzug mit und war auch sehr glücklich darüber. Das Wasser sollte 21 Grad haben, was es aber definitiv nicht hatte, das waren höchstens 18 Grad.

Mein Plan war:

    • 200 Meter Einschwimmen, beliebig
    • 6×50 Meter technische Übung, je nach individueller Schwäche – 30 Sekunden Pause
    • 4×300 Meter (150 Meter im Wechsel nach jedem 3. und 5. Zug atmen, 50 Meter beliebig locker, 100 Meter Kraul) – 60 Sekunden Pause
    • 6×50 Meter Mini-Lagen (12,5 Meter Schmetterling, 12,5 Meter Rücken, 12,5 Meter Brust, 12,5 Meter Kraul) – 15 Sekunden Pause
    • 200 Meter Ausschwimmen, beliebig

Bei den letzten 300 m von Punkt 3 war mir einfach nur noch Kalt… Egal wie schnell ich geschwommen bin…. Und wenn ich mir andere Schwimmer angeschaut habe, die nur in Bikini im Wasser waren, fror ich noch mehr. Das Training lief aber trotzdem und ich hatte nicht mehr das Gefühl, das meine Arme nachlassen (da hat das extra Athletiktraining wohl etwas gebracht ;))
Als ich wieder zuhause war, musste natürlich direkt der Fernseher an, um zu schauen was die Deutsche Nationalmannschaft heute so treibt….. Ich machte dabei noch ein 30 Minütiges Atheltiktraining und 15 min Faszientraining.

Donnerstag – 32 Grad sind zu warm

Heute sollten es 32 Grad werden und es sollten wieder schlimme Unwetter auf Bremen zukommen. Super Voraussetzungen für mein Training…. Aber man soll ja immer das beste aus der Situation machen….. Am Mittwoch ging es mir nicht so gut und ich musste meinen Lauf verschieben, da dachte ich mir, ich könnte ihn ja Donnerstag vor der Arbeit einbauen, morgens ist es ja noch nicht so warm….

Morgens um 5 klingelt also der Wecker, ich (ein super gelaunter Morgenmuffel) hatte keine Lust aufzustehen aber ich besiegte meinen inneren Schweinehund und hiefte mich aus dem Bett.

Ab in die Laufklamotten – 40 min sind ja ein Klacks und die 10 Intervalle, auch alles nicht dramatisch, dass dachte zu mindestens mein Kopf…. Mein Körper hat schon beim Einlaufen gesagt: „ So ohne essen passt mir das jetzt gar nicht und überhaupt ich bin müde und du quälst mich hier“ 😉

Die ersten beiden Intervalle liefen dafür ganz gut und ich konnte meine neuen Schuhe testen, Cloudsurfer von on-running – das sind geniale Schuhe sag ich euch…

Aber nach dem dritten Intervall ging gar nichts mehr, mein Körper hat sich dazu entschlossen komplett zu streiken… Aber ganz ehrlich … das nehme ich ihm auch nicht übel… der erste Nüchtern Lauf und dann gleich Intervalle – da würde ich auch rebellieren 😉

Naja nach dem vierten Intervall habe ich mich dann entschlossen langsam nach Hause zu laufen…. Schnell unter die Dusche und ab zur Arbeit

Donnerstag die zweite – Algen, Tiere oder was war das?

Nachdem ich meine 8 Std im Büro bei fast 29 Grad überlebt hatte, ging es direkt an den See. Ich war erstaunt wie leer der Parkplatz war, aber mein Glück, ich musste wenigstens nicht suchen.

Meine Schwester Daniela (zeigenwasinunssteckt.de) ,Lena (durchhaltenistalles.de) und  zwei andere, kamen auch mit an den See und dann ging es rein in meinen super Santini Triathlon Anzug (ich bin ja wirklich verliebt in das Teil)  und rein ins kühle Nass.

Ich war noch nie so froh in einem See zu sein, wir schwammen die Bojen Leine entlang und ich sagte, dass ich jeweils an den Ecken/Kurven auf die anderen warten würde und das tat ich dann auch.

Die Orientierung im See klappte viel besser, ich hatte ja das Wasserballkraulen im Schwimmbad geübt und war ganz stolz auf mich, dass ich nur noch 1 Liter Wasser anstatt 10 L schluckte 😉

Es tauchten ab und an immer Algen oder andere Pflanzen im Wasser auf und ich erschrak jedes Mal so dermaßen, dass ich erst einmal ein paar Züge Brust schwimmen musste. Am ersten Haltepunkt angekommen,  schaute ich den anderen zu wie sie mir entgegen kamen. Daniela  schwamm auf eine Boje zu, an dem sich ein junger Mann festhielt, und kollidierte fast mit ihm. Sie konnte gerade noch  nach links ausweichen, da musste ich schon etwas grinsen (wobei ich letztes Mal auch noch mit Lena kollidiert bin) Lena passierte das gleiche und wich nach rechts aus… der Mann war umzingelt von Schwimmern ;).

Danach ging es etwas Slalomartig weiter, überall waren Menschen…. Ich konnte nicht immer vernünftig kraulen, weil ich Angst hatte jemanden umzuschwimmen .
Zurück an Land nach ca. 1,2 Km quatschten wir noch eine Weile und machten uns dann auf den Heimweg

Freitag – Schwimmen und Gewitter

Heute war wieder einmal den ganzen Tag Gewitter angesagt, also kein Rad und bei Blitz und Donner auch kein Laufen …. Was blieb also übrig? Schwimmen, schon wieder …. 😉 aber egal ich hatte den zweiten Schwimmplan noch nicht ausgeführt, also ab ins Schwimmbad.

Nach der Arbeit sagte der Wetterbricht, dass es erst einmal nicht mehr Gewittern soll. Unsere Hallenbäder in Bremen haben keine 50m Bahnen also beschloss ich ins Freibad zu gehen. Meine Schwester, Lena und Svenja wollten auch noch kommen…. Also war das schon mal geplant.

Also ich im Schwimmbad ankam war noch alles gut, der Schwimmplan sah 6x200m vor, 100 davon schnell und 100 davon langsam in dem Schwimmstil den wir auch im Wettkampf schwimmen wollen.

Ich bin fast gestorben, war das anstrengend!!!!!! Ich pustete nach den 200 Metern so, als wäre ich gerade einen Marathon gelaufen. Ich hätte nie gedacht, dass ich beim Schwimmen mal so am keuchen bin – Wahnsinn. Auf einmal wurde es immer dunkler, ich hätte noch etwa 600 Meter von dem Plan schwimmen müssen, da kam aber auch schon der Bademeister – Alle aus dem Wasser – Unwetterwarnung…. 🙁 Kaum aus dem Wasser blitze und donnerte es auch schon, ich war aber froh trotzdem etwas gemacht zu haben.

Schwimmen

Samstag – Ganz was Neues – Regen

Heute stand ich auf und guckte raus, ziemlich deprimierend alles da draußen…. Auch heute konnte man keinen Fuß vor dir Tür setzen….  Ich entschied mich erst einmal meinen Haushalt zu machen und klemmte mir prompt meinen Zeh unter der Tür… Super…. Wenn ich mir wehtue dann auch bei sowas 😀

Ich war ziemlich unzufrieden, dass ich nichts machen konnte, also entschloss ich noch Athletiktraining zu machen – Aber welche Übungen….  ?

Da entdeckte ich meinen Gymnastikball, den ich schon ewig nicht mehr Benutzt hatte. Ich suchte mir verschiedene Übungen raus … Ich gucke mir verschiedene Übungen an und stellte mir ein kleines Workout zusammen, welches ihr euch in dem folgenden Video anschauen könnt 🙂

Jede Übung wird 3 Mal 40 Sekunden lang ausgeführt und zwischen den Übungen wird eine Pause von 20 Sekunden eingelegt.

Sonntag – Endlich gutes Wetter – Nur der Wind schon wieder…

Da ich in den letzten Tagen nicht wirklich viel machen konnte, entschied ich mich heute mal meinen Trainingsplan zu brechen und etwas für meinen Kopf zu tun. Ich werde heute 1,5 Km Schwimmen, 40 Km Radfahren und 10 Km Laufen…. Verrückt oder? 😉  Warum für den Kopf ? – Weil ich extreme Angst davor hatte alles am Stück zu machen und dann auch noch auf so einer Veranstaltung mit so vielen Menschen um mich herum…..

Schwimmen – Es läuft

Beim Schwimmen begleitete mich noch Lena, ich schwamm 1,5 Km fast nur im Kraulstil. Ich schwamm ganz gelassen und locker in meinem Tempo – Es lief wahnsinnig gut, bis ich kurz im Gedankenversunken weiter schwamm und nicht mehr darauf achtete wohin… Auf einmal machte es „DONG“ und ich knallte mit meinem Kopf gegen eine Boje 😀 Da war das entspannte schwimmen erst einmal dahin – Ich musste über mich selber so lachen- weil ich einfach an alles andere Gedacht habe, als an das was gerade am wichtigsten war….. Komisch aber ich fühlte mich heute echt wohl im Wasser…. Danach musste ich ein paar Mal Brustschwimmen aber trotzdem war ich am Schluss sehr zufrieden mit mir.

Radfahren – Wind, Slalom, Hunde – Mehr geht nicht

Nach dem Schwimmen ging es zum Auto, da ich eh noch das Fahrrad aufbauen musste, hatte ich vorher beschlossen, mich schnell umzuziehen, bevor ich wegen den Nassen Sachen jetzt noch krank werde. Ich zog meine Radhose an und irgendwie war das komisch,  einmal an und wieder ausgezogen saß die Hose immer noch so seltsam. Ich schaute noch einmal an mir herunter und konnte nicht mehr vor Lachen, ich hatte die Hose falsch herum angezogen… 😀

Ich entschloss mich im Blockland 2 Runden zu drehen, dies ergibt dann genau 40 Km – Der größte Gedankliche Fehler den ich heute begangen habe… Ich fuhr auf dem Deich, dass hieß noch mehr Wind. Es war schönes Wetter, dass hieß mehr Leute unterwegs und das wiederum hieß mehr unangeleinte Hunde….

Ich fuhr los und hatte prompt Gegenwind, freute mich aber dass ich diesen auf dem Rückweg dann im Rücken haben werde. Ich überholte sogar noch einen Rennradfahrer der genauso angestrengt strampelte wie ich. Auf dem Deich war der Wind wirklich heftig und riss mich 2 Mal fast vom Rad. Sonst war ich damit beschäftigt, um Familien herumzufahren oder zu rufen: „Vorsicht Radfahrer von hinten“ – Ich sollte mir wirklich eine Klingel zu legen… 😉 Ein Hund rannte mir dann auch noch vors Rad – Das hatte schon eher etwas von Intervalltraining ….

Umso mehr Wind, umso höher ging mein Puls. Ich musste 2 Mal in den Leerlauf gehen, damit dieser sich ein wenig beruhigte. Ich wartete immer nur auf den nächsten Piep meiner Uhr, der mir Signalisierte, dass weitere 5 Km geschafft waren…. Ich merkte mittlerweile auch den Muskelkater von gestern ganz schön…. Aber mein Kopf sagte immer nur noch: „komm, einfach nur treten 40 Km sind doch ein Klacks“….

Ich freute mich so dermaßen auf den Rückenwind…. Und was war, der Wind hatte gedreht. Ich hatte kein einziges Mal auf der Strecke wirklich Rückenwind…. Aber das passiert, ich war daher trotzdem mit meiner Leistung ganz zufrieden. Ich hoffe das es in Hamburg nicht so windig wird…

Laufen – Anstrengender ging es kaum

Warum kommt meine Schwächste Disziplin nur am Schluss??? Die ersten 5 Km liefen sehr gut. Meine Pace war (zumindest für mich) vollkommen in Ordnung und ich hatte mir vorgenommen, auf der Hälfte noch ein Gel zu mir zu nehmen. Kurz vor Km 5 ging es meinen Beinen gar nicht gut, ich hatte das Gefühl das die gleich durchbrechen….

Einfach drüber laufen, gleich geht es wieder, sagte ich immer zu mir. Bei Kilometer 5 angekommen, nahm ich noch ein Gel. In diesem Moment kam ein anderer Läufer und sagte zu mir: „du siehst aber verdammt sportlich aus“. Komisch was Komplimente so ausmachen 😀 Ich hatte wieder Energie (naja lag vielleicht doch am Gel)…..

Er lief noch etwa 1,5 Km mit mir mit und wir unterhielten uns. Ich dachte vorher das ich gar nicht mehr in der Lage dazu wäre zu sprechen. Super Motivation weiter zu laufen…. Aber kaum war er weg und ich wieder mit mir beschäftigt, brach ich wieder ein….

Jetzt war ich doch froh, dass beim Hamburg Triathlon so viele Leute da sein werden und ich mich lieber mit allem um mich rum beschäftigen kann 😉 Aber ich schaffte auch die 10 Km und war mega mäßig happy wieder an meinem Auto angekommen zu sein.

 

4 Gedanken zu „Woche 7 – From Zero to Hero

    • Trilifelove sagt:

      Hey,

      ja viel Text das stimmt, viel Sport auch 🙂 ich schreibe ja immer meinen Bericht für 2 Tage an die FitForFun… (blog.fitforfun.de/triathlon) aber wenn ich dann alles zusammen kopiere ist das schon recht viel 😉
      Und für das andere, ja das darfst du sagen und dankeschön 😀

      Liebe Grüße
      Andrea

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