Woche 5 – From Zero to Hero

Rad From Zero to Hero

Woche 5  von dem Projekt: From Zero to Hero der  FitForFun ist vorbei… was ich in dieser Woche erlebt habe, könnt ihr jetzt nachlesen 🙂

Woche 5- From ZEro to Hero – Hartnäckige Erkältung

Woche 5 hat begonnen und ich bin immer noch erkältet, was für mein Training nicht unbedingt gut ist. Laufen und Radfahren kann ich schon wieder aber beim Schwimmen werde ich noch vorsichtig sein und das Training ans Ende der Woche verlegen. Diese Woche werde ich am Sonntag die RTF in Barrien mitfahren, die sogenannte Butterkuchen RTF … um meinen Trainingsplan trotzdem einzuhalten, habe ich mir einen Mitfahrer gesucht der mit mir dann meine Trainingseinheiten mit fährt.

Zu meinem TrainingsPlan von From Zero to Hero:

  • Montag: Laufen: 60 Minuten (10 Minuten lockeres einlaufen, 15 Minuten mittleres Tempo, 10 Minute hohes Tempo, 5 Minuten schnelles Tempo, 20 Minuten lockeres auslaufen)
    Stretching, 20 Minuten
  • Dienstag: Ruhetag
  • Mittwoch: Athletik und Rumpfstabilität (30 Minuten)

Schwimmen: (40-60 Minuten)

  • Donnerstag: Radfahren: 90 Minuten Grundlagenausdauer mit 10×2 Minuten sehr hohem Tempo mit 2 Minuten lockeres kurbeln

Laufen: im Anschluss 30 Minuten Laufen Grundlagenausdauer (die ersten 6 Minuten zügiges Tempo)
Danach: 30 Minuten lockeres ausrollen auf dem Fahrrad

  • Freitag: Radfahren: 75 Minuten Grundlagenausdauer

Laufen: 30 Minuten Grundlagenausdauer

  • Samstag: Laufen: 30 Minuten auf nüchternen Magen vor dem Frühstück

Schwimmen: (40-60 Minuten), Schwimmplan siehe unten

Athletik und Rumpfstabilität (30 Minuten)

  • Sonntag: Radfahren, 120 Minuten Grundlagenausdauer mit 2x (8×30 Sekunden Sprints und 30 Sekunden Pause), zwischen der 1. und 2. Serie 10 Minuten locker kurbeln

 

Montag- Warm wars

Heute sollte wieder gelaufen werden, als ich zuhause war, war der Himmel noch Blau und die Sonne schien bei etwa 28 Grad. Es war an Laufen erst einmal nicht zu denken, was auch gut war. Kaum eine halbe Stunde später fing es an zu Donnern und zu Blitzen. Hagelkörner so groß wie Walnüsse und starker Regen. So viel Regen das Abschnitte meines Stadtteils unter Wasser standen, man hörte dauerhaft nur noch Sirenen von der Feuerwehr und der Polizei.  Nach etwa einer Stunde war der „Spaß“ vorbei und ich konnte endlich los. Nach den 10 min Einlaufen war ich schon klitsch nass, es war noch schwüler als vor dem Regen und ich sagte mir nur… Das kann auch im Wettkampf passieren, also einfach durchziehen. Ich sah so viele Jogger, fix und fertig von dem Wetter und ich dachte mir immer dass ich bestimmt auch so aussehen muss, dabei musste ich immer grinsen, eventuell dachten ja die anderen das gleiche über mich 😉  Hochroter Kopf und pitsch nass …. Aber ich lief mein Programm so gut es nun mal ging… Nach dem Einlaufen folgten 15 Minuten mittleres Tempo, 10 Minute hohes Tempo und 5 Minuten schnelles Tempo… Leider gab meine Uhr den Geist auf und zeigte mir andauernd eine Pace von 6:52 an… Dieser Wert veränderte sich nicht mehr, also lief ich nach Gefühl.  Was nicht unbedingt so gut funktionierte (was ich im Nachhinein sehen konnte) … Umso erstaunter war ich, als ich auf dem Rückweg, einen Mann traf der in einem Wahnsinns Tempo an mir vorbei ist und dabei mit 3 Bällen jonglierte. Ich war ziemlich baff wie man bei den Temperaturen solch eine gute Koordination haben kann.   Als ich noch etwa 500m von meinem Haus entfernt war, zog ich erstmal meine Schuhe aus was schon ein bisschen Abkühlung brachte 😉

Zuhause habe ich mich dann noch 20 Min gedehnt und habe meine  Beine, meine Schultern und den Nacken mit der Blackroll ausgerollt und war sehr froh, dass es in meiner Wohnung etwas kühler war…

Dienstag – ich muss etwas tun

Heute wäre unüblicher Weise ein Ruhetag gewesen. Ich hatte aber noch Zeit und dachte mir ein wenig Athletiktraining kann ja nicht schaden, dann mach ich halt Mittwoch meinen Ruhetag, an Schwimmen war leider immer noch nicht zu denken.

Also holte ich meine Matte raus und machte 10 Übungen, dieses Mal für den ganzen Körper aber mit dem Fokus wieder einmal auf die Arme… Irgendwann müssen die ja Mal Stärker werden 😉 Heute lief das Training einfach nur Fantastisch… Die 30 min waren so schnell rum, dass ich das ganze nochmal gemacht hätte.

Mittwoch – Ruhetag für die Mentale Stärke

Ich hatte vor einiger Zeit einen Artikel gelesen, in dem Beschrieben war, wie sich die Mentale Stärke auf das Training und den Wettkampf auswirkt. Kurzerhand habe ich mir das passende Buch dafür bestellt (ich kann eh schon eine Triathlon Bibliothek aufmachen), ich neige ja schon dazu etwas in Panik zu verfallen wenn ich an den Triathlon in Hamburg denke 😉

Und wer kennt die Selbstgespräche bei harten Trainingseinheiten nicht? Ich habe es oft gerade bei Intervallläufen.

Der innere Schweinehung sagt dann: „das schafft du eh nicht“, „gleich bist du wieder verletzt“ oder „Hör lieber auf, ist eh zu warm“…. Meine Motivation hingegen sagt: „das schaffst du“, „mach weiter“ oder „du weißt genau wofür du das hier tust“……. Diese beiden lieben Gestalten, bekommen sich dann richtig in die Haare 😀 bis einer der Seiten aufgibt.  Das Ziel ist es aber das immer die Motivation gewinnt. Bzw. habe ich mittlerweile gelernt es ist nicht nur die Motivation, sondern auch das Selbstvertrauen, die Erregung, die Emotionen … Und manchmal hilft auch einfach beim Training zu lächeln …. Egal wie anstrengend es gerade ist 🙂

Ich habe also gelesen, mir viele Dinge aufgeschrieben und oft geschmunzelt… 😀

Donnerstag – Das kann doch nicht wahr sein…

Heute Morgen war ich voller Tatendrang und wusste ja, heute steht Intervalltraining auf dem Rad an. Der Wetterbericht behauptete 11 Km/h Wind…. Das wird ein super Training.

Nach Feierabend aber ein ganz anderes Bild, als ich mit meinem Trainingspartner durch Bremen fuhr war klar, es wird richtig windig, wenn es schon in der Stadt so weht ist es auf dem Land richtig schlimm….. Beste Voraussetzungen für Intervalltraining… (Wir Bremer sollten das ja eigentlich gewohnt sein). Ich war jetzt doch leicht demotiviert und irgendwie gestresst, warum kann ich noch nicht mal sagen…. Am Anfang ging Garnichts auf dem Rad, alles ging schwer und ich kam irgendwie nicht von der Stelle. Angehalten sehe ich, dass meine Bremse hinten sowas von schleift 😀 Man kann sich das Leben ja auch schwer machen…. 😉 Danach ging es etwas besser.

Auf einer langen Geraden fuhren wir dann die Intervalle. Jipii Wind aber Richtig, die Windräder waren so  schnell und ich bin fast vom Fahrrad geweht….  Wir waren etwa bei Windstärke 5 und dann noch mal Böen mit einer Windstärke zwischen 6 und 7 (alles andere als wenig) und das auch noch auf freiem Feld. Sei es drum ich zieh das durch, egal wie schnell ich dann bin…. 10 x 2 min hieß es…. Ich wusste nicht das 2 Minuten so lang sein können. Meine Beine brannten und innerlich war ich alles… Wütend, Frustriert aber auch irgendwie Motiviert, eine ziemlich komische Mischung. In den Intervallen sagte ich mir immer nur: „Du schaffst das“ oder „nicht aufgeben“. In den Pausen versuchte ich mich immer wieder aufzumuntern und sang zwischendurch das Lied Happy von Pharrell Williams 😀 (Gut das dass keiner hört, bei meinem Gesangstalent). Trotzdem war ich am Schluss etwas demotiviert, weil ich das Gefühl hatte ich bin völlig kraftlos und mein Rücken zwickte auch.

Angekommen, stellten wir die Räder ab und zogen uns die Laufschuhe an. Dann ging es richtig schnell los. Es war schon ziemlich cool, so lief ich dann meine 2,5 Km in einem neuen Rekordtempo, das was mir beim Radfahren fehlte, war beim Laufen auf einmal wieder da. Ich fand es ziemlich seltsam, da ich sonst auf dem Rad viel schneller bin als beim Laufen.  Leider reichte es nicht ganz für 30 min. Trotzdem war ich danach wieder etwas besser drauf, obwohl ich mich immer noch fragte, warum ich auf dem Rad kein Druck auf dem Pedal hatte….

Ich sag euch….. Der Wind war Schuld 😉

Freitag – Wie war das gleich mit dem Wind?

Bei einem Kollegen von mir hat es gebrannt, daher haben wir beschlossen beim Aufräumen zu helfen. Ich fuhr mit Fahrrad hin, um mein Training trotzdem unterzubekommen.  Problem war nur wieder der Wind und zwar richtig viel. Auf dem Hinweg nahm ich den direktesten Weg … 20 Km… und hatte die ganze Zeit Gegenwind…. Vollkommen fertig kam ich dann an.  Nach dem Aufräumen, haben wir dann noch gegrillt und ich bin 40 Km nach Hause geradelt. 15 Km mit Gegenwind (wie sollte es nur anders sein) und danach mit Rücken- oder Seitenwind….. Fast bei meinem Auto, dachte ich mir, ich fahr mal auf dem Fahrradweg und nehme die Ampel (Der Feierabendverkehr war mir zu gefährlich). Als es grün wurde fuhr ich los. Gerade in die Pedale eingeklinkt, kam eine Frau mit Auto um die Ecke gedüst, schaute nicht nach links und rechts und ich konnte ihr gerade noch ausweichen. Ich kam aber ins Schlingern und die Ampel auf der anderen Straßenseite stoppte mich unsanft an der linken Schulter und da lag ich auch schon. Es ist nichts passiert, nur kleine Schürfwunden. Ich holte dann erst einmal meine Flaschen von der Straße und fuhr zu meinem Auto. Dort angekommen, sammelte ich mich erst einmal und dachte nach, was ich jetzt tue. Es gab ja noch den Koppellauf auf dem Trainingsplan. Nach kurzem Überlegen, kam das Rad ins Auto ,ich zog die Laufschuhe an und lief brav meine 30 min GA1 Einheit.

Samstag- Endlich wieder Schwimmen

Heute war wohl der letzte schöne Tag der ganzen nächsten Woche, also entschloss ich mich, anstatt ins Schwimmbad zu gehen in den See zu hüpfen.  Hier lief alles super. Das Schwimmen ging besser als jemals zuvor, außer dass ich immer Zick-Zack schwimme und ich und eine Freundin es wirklich geschafft haben, uns in dem riesen See über den Haufen zu schwimmen 😀

Sonntag – Butterkuchen RTF in Barrien

Heute war es so weit, heute gibt es reichlich Butterkuchen 😉 . Morgens um 5:30 klingelte mein Wecker, den ich bis 6:00 Uhr ignorierte, da kam die erste Whats App Nachricht mit dem Satz, das ist ja super Wetter…. Ich schaute raus und sah dass alles nass war, das Regenradar sagte auch nichts Gutes. Ich wollte mich schon wieder hinlegen, aber es wurde noch diskutiert. Am Ende hieß es dann, ja wir fahren hin und schauen mal, sonst fahren wir halt nur 45 Km. Nachdem mein Handy auf dem hinweg meinte, kein GPS mehr zu bekommen, musste ich einen Freund anrufen der mich nach Barrien eskortierte 😉 …..

Dort angekommen, holten  wir uns die Startnummern und unser Kontrollkärtchen und dann ging es auch schon los. Hunderte Fahrer düsten an uns vorbei und wir reihten uns etwas zu weit hinten ein.  Am Anfang hatten wir eine ganz Gemütliche Gruppe, die aber meinem Mitfahrer zu langsam war. Als eine schnellere Gruppe an uns vorbei fuhr, sagte er nur: „ komm häng dich hinten rein, da hängen wir uns ran“…. Das schafften wir auch ohne Probleme und waren dann mit dieser Gruppe sehr zufrieden. Nach  der ersten Verpflegungsstelle, fuhren wir erst einmal zu viert weiter. Dann kam eine Gruppe von hinten, die uns überholte. Schnell ran da, hieß es dann 😉 Bis zum Kontrollpunkt 2 lief es richtig gut. Die Gruppe war total harmonisch und auch die Führungswechsel klappten.

Bei der K2 konnte man sich entscheiden 75 Km oder 113 Km, wir wählten die 113 und fuhren weiter. Dieses Mal mit einer nicht so idealen Gruppe. Ich glaube die Hälfte davon ist noch nie in einer Gruppe unterwegs gewesen. Ich war schon ziemlich alle und war dann vorne an der Reihe – 1,5 Km reichten mir dort in dem Tempo und ich lies mich zurückfallen.  Hinten war komplettes durcheinander, das war jetzt schon mehr als nur Intervall-Training… Keiner wusste wohin und die meisten waren auch schon vollkommen ausgepowert. In der nächsten Steigung musste ich richtig kämpfen. Das ganze hin und her hat wirklich viel Kraft gekostet. Ich gab Geräusche von mir, da guckte nur noch jeder etwas blöd… Aber ich brauchte das in diesem Moment… Etwas frustriert und trotzdem voller Motivation die Strecke zu schaffen. Dann sagte aber mein Freund, ich sollte es lassen… wir hatten ja auch noch 40 Km vor uns…. Ich lies mich zurückfallen und ärgerte mich ein wenig. Wir waren aber immer noch zu viert, zwei andere hatten sich auch zurückfallen lassen. Etwas langsamer ging es dann erst einmal weiter. Dann sahen wir, dass sich noch vier Leute von der Gruppe trennten. Die vier holten wir kurzerhand noch einmal ein und fuhren zu acht weiter. Dies funktionierte super bis zu Km 90. Die Frau vor mir kam ins Schlingern und stürzte, ich konnte gerade noch ihrem Hinterrad ausweichen. Das war mehr als nur Haarscharf.  Abgesehen von Schürfwunden schien der Frau nichts passiert zu sein. Sie wirkte aber etwas unter Schock. Zur Sicherheit riefen wir einen Krankenwagen, fuhren zur nächsten Verpflegungsstation (3 Km entfernt) und organisierten dort jemanden der die Fahrräder vom Unfallort holte.

Die letzten 15 Km musste ich wirklich kämpfen… Mit meinen Schmerzen in den Beinen, meinem inneren Schweinehund und mit meinem Puls 😀

Dann sah ich es ging Bergab und ich freute mich …. Vorher Bergauf gab ich schon wieder so laute Geräusche von mir, dass ein Mitfahrer meinen Kumpel gefragt hat, ob das normal sei 😉 …. Ja aber zu früh gefreut, die beiden vorne gaben noch einmal richtig Gas … Ich sag nur Kette rechts… und meine Beine weinten schon …. Unten angekommen, waren wir aber auch am Ziel. Ich kommentierte den letzten Sprint mit: Danke Ihr Arschlöcher 😉

Ich hatte keine Ahnung wie schnell ich gefahren war  (ich habe aus psychologischen Gründen meine Km/h anzeige erst gar nicht angemacht).  Unser Ziel war, ein 28er Schnitt. Mein Freund sagte dann nur 29,7 km/h und ich war erst einmal Happy…. So schnell bin ich noch nie gewesen und das auf 113 Km …. Das war schon sehr cool….

Danke auf jeden Fall an alle Gruppen und Leute mit denen ich gefahren bin und ganz dolles danke an meinen Kumpel, der die ganze Zeit auf mich geachtet hat 🙂

RTF From Zero to Hero

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