Woche 1 – From Zero To Hero

From Zero to Hero

 

Meine erste woche – FROM ZERO TO HERO

Als ich erfuhr, dass ich den Startplatz für den Hamburg Triathlon gewonnen habe, habe ich mich tierisch gefreut. Ich hatte aber gleichzeitig auch etwas Angst. Der erste Olympische Triathlon und nur 10 Wochen zum Trainieren.

Zuerst zweifelte ich daran, ob ich das überhaupt schaffen kann, aber dann sagte ich mir: „Klar schaffst du das!“…… Ich beschloss erst einmal auf den Trainingsplan zu warten.

Als die erste E-Mail von dem Trainer kam, war ich wirklich nervös und auch gespannt, was da wohl an Training auf mich zukommen würde.
Aber es war gar nicht so schlimm wie gedacht, der Trainingsplan ist vom Umfang auf jeden Fall machbar. Abgesprochen habe ich dann noch, dass ich die Trainingstage teilweise ändern muss und dass ich eventuell ein paar Trainingseinheiten etwas erweitern möchte.

Durch meine Verletzung letztes Jahr (Plantarfasciitis) muss ich erst einmal wieder ins Laufen reinkommen. Bisher klappte das ganz gut, aber ich bin leider immer noch furchtbar langsam.
Mit dem Satz „Das bekommen wir in den nächsten Wochen schon hin“ wurde mir sofort Mut zugesprochen. Das freute mich sehr, denn Unterstützung hilft immer, auch wenn es nur ein paar Worte sind.

Ich war am verlängerten Wochenende noch einmal im Trainingslager im Harz und jetzt freue ich mich auf die erste Trainingswoche mit dem neuen Trainingsplan – auf dem Weg zu meiner ersten Olympischen Distanz beim Hamburg Triathlon.

Woche 1

Mein  Trainingsplan sah folgendes vor:

  • Montag: Laufen, 30-45 Minuten
  • Dienstag: Schwimmen (30-50 Minuten)
  • Mittwoch: Athletik und Rumpfstabilitä  t (30 Minuten)
  • Donnerstag: Radfahren, 60-90 Minuten Grundlagenausdauer + Koppellauf
  • Freitag: 90-120 Minuten Grundlagenausdauer inklusive 8×10 Sekunden sehr hohe Trittfrequenz mit jeweils 2 Minuten locker kurbeln als Pause
  • Samstag: Ruhetag
  • Sonntag: Schwimmen (30-50 Minuten)

Montag – Eher schlecht als Recht

Super schönes Wetter – 25 Grad eigentlich die besten Voraussetzungen um Laufen zu gehen, doch für alle Heuschnupfengeplagten wohl eher nicht. Als ich los lief, war noch alles super. Kaum war ich aber aus der Stadt raus, setzte an der Weser sofort mein Heuschnupfen ein, was das ganze etwas erschwerte – Atemnot, Nase zu und deswegen dann auch einen ziemlich hohen Puls….  Ich sagte mir aber: „Da musst du durch“… und lief weiter. Trotz der nicht idealen Bedingungen kam ich nach etwa 6 Km wieder zuhause an. Ich war zwar etwas geknickt, aber es konnte ja nur besser werden….

Laufen

Dienstag – Alles klappte bestens

Am Dienstagabend ging es ins Schwimmbad zu meinem Triathlon-Verein (Triathlöwen Bremen).

Der Plan:

  1. 200 Meter beliebiges Einschwimmen
  2. 8×50 Meter Schwimmtechnik – arbeitet an euren individuellen Schwächen. Achtet auf einen hohen Ellbogen über Wasser, die Zugphase unter Wasser und einen ökonomischen Bewegungsablauf. (jeweils 20 Sekunden Pause)
  3. 3×100 Meter: 50 Meter Kraul / 25 Meter Kraulbeinschlag / 25 Meter Kraularme – Nutzt für das Beine-/Armeschwimmen Hilfsmittel, wie zum Beispiel einen Pull-Kick oder Pul-Buoy. (jeweils 30 Sekunden Pause)
  4. 4×50 Meter Mini-Lagen: je 12,5 Meter: Schmetterling, Rücken, Brust, Kraul (jeweils 30 Sekunden Pause)
  5. 400 Meter: 2x (150 Meter Kraul, 50 Meter Rücken-Altdeutsch)
  6. 200 Meter beliebiges Ausschwimmen

Hier klappte heute alles wie am Schnürchen, nur den Part mit dem Schmetterling habe ich ausgelassen, da ich das leider nicht kann. Klar an der Technik muss ich noch etwas arbeiten aber allem in allem war es ein tolles Training. Ich und meine Schwester, haben im Anschluss dann noch ein kleines Video gedreht um zu sehen, was wir noch an unserer Technik verbessern können .

Schwimmen_01

Mittwoch – Athletik zu Hause

Mittwoch war  Athletik und Rumpfstabilistation an der Reihe. Hier habe ich mir 10 Übungen herausgesucht, die ich in 3 Sätzen 40 Sekunden lang ausgeführt habe. Zwischen den Übungen dann jeweils 20 Sekunde Pause. Auch hier gab es ein kleines Video von den ersten 5 Übungen.

 

Donnerstag – ab aufs Rad und rein in die Laufschuhe

Heute stand das erste Rad-Training dieser Woche an. Es war super windig (33km/h und 55km/h Böen) aber egal…. Ich und ein Freund wählten die Strecke so, dass wir erst den Wind von vorne hatten und auf dem Rückweg von hinten. Der Hinweg war stellenweise wirklich übel, der Wind hat mich teilweise fast vom Rad geweht. Der Rückweg hingegen war klasse und mit einer super Geschwindigkeit ging es zurück. Bei den letzten 2 Km machten wir noch einen kleinen Schlusssprint. 2 Km mit fast 39 Km/h, das war schon cool aber auch Anstrengend… Hier ein großes Dankeschön an meinen Begleiter, der mich zwischendurch wirklich anfeuern musste, damit ich nicht aufhöre zu treten.

Als wir am Auto ankamen, hieß es Koppellauf… rein in die Laufschuhe und ab ging es wieder. Ich finde es ja nicht so schön mit den dicken Polstern in der Radhose zu laufen aber es ging. Ich war wieder ganz schön Kurzatmig durch meinen Heuschnupfen (schon auf dem Rad) aber ich hielt ganz gut durch, nur sprechen ging nicht mehr 😉

Ich habe mich danach echt super gefühlt und freue mich auf die nächsten Trainingseinheiten.

Koppeleinheit

 

Freitag – Alleine gegen den Wind

Meine Radeinheit am Freitag sollte wieder recht stürmisch werden, ich hatte sogar überlegt ob ich überhaupt fahre bei dem Wind aber ich entschied mich auf jeden Fall aufs Rad zu gehen.

Am Anfang lief alles ganz gut, der Wind wehte mich zwar ab und an auf die andere Seite der Straße 😉 aber es war keinerlei Verkehr. Auf der stark befahrenen Landstraße fuhr ich jedoch auch nicht mehr auf der Straße, sondern auf dem Fahrradweg….

Bei meiner Streckenplanung habe ich leider nicht daran gedacht, dass der Wind auf dem Deich ja noch schlimmer ist, also musste ich ein Stück wirklich kämpfen bei teilweise nur noch 20 Km/h hoffte ich, dass gleich eine Kurve kommen würde…. aber nichts einfach nur geradeaus, ich habe mich glaube ich noch nie so oft gefragt warum ich aufs Rad gegangen bin 😀

Dann kam ich an einem Bauernhof vorbei und fühlte mich wirklich etwas ausgelacht, zwei Pferde standen an den Stall Fenstern und wieherten mir hinterher. In diesem Moment musste ich echt lachen, weil ich mich wirklich von zwei Pferden ausgelacht fühlte… Dieser Moment gab mir aber komischer Weise wieder etwas mehr Kraft, dass ich die letzten 5 Km gegen den Wind auch noch schaffte und an meinem Ziel ankam

Radfahren

Sonntag

Am Sonntag bin ich mit meiner Schwester (zeigenwasinunssteckt.de) das erste Mal in diesem Jahr ins Freibad gegangen…. Endlich 50 Meter Bahnen und den neuen Neoprenanzug testen.

Es war ein sehr witziges Schwimmtraining mit Sonne, Hagel und Regen…. Der neue Neoprenanzug sitzt super und ich finde ihn auch wirklich sehr schick… Ich musste aber feststellen, dass ich zwar meine Beine kaum noch brauche aber das dafür meine Muskulatur in den Armen richtig was zu tun bekommt mit dem Anzug… Daran muss ich jetzt in der nächsten Zeit wirklich arbeiten um die 1,5 Km gut durchs Wasser zu kommen, ohne dass meine Arme abfallen 😉

Schwimmen

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