Triathlon Thülsfelder Talsperre – der Katastrophen Tag….

Bei diesem Triathlon musste ich erst einmal Abstand gewinnen, bevor ich meinen Post schreiben kann.

Wir sind einen Tag vorher angereist und haben uns die Rad und Laufstrecke angeschaut, an der Thülsfelder Talsperre ist es wirklich sehr schön. Alles abgefahren, Startunterlagen abgeholt, danach etwas gegessen und früh ins Bett da wir nächsten Morgen gleich als erstes gestartet sind.

Morgens um halb 7 klingelte dann der Wecker (meiner Meinung nach viel zu früh 😉 ) also schnell zum Frühstück und danach Sachen packen und los gehts.

Angekommen am Veranstaltungsort sah man die unterschiedlichsten Dinge, Müde Gesichter (dort zählte meines dann zu), Frühaufsteher die schon total gut gelaunt ihre Wechselzone einrichteten und auch Nervöse Athleten. Da sieht man mal wieder wie unterschiedlich die Leute am Morgen so gelaunt sind.

Die Wettkampfbesprechung ergab 18-19 Grad im Wasser, also schon echt kalt…. Aber mit Neo sollte das gehen. Ich war die ganze Zeit verwundert das keine Startgruppen aushingen oder angesagt wurden weil fast 200 Leute gleichzeitig ins Wasser, bei einem Landstart der ungefähr 5 Meter breit war… da war ich schon etwas skeptisch.

Also ab zum Start

Es starteten wirklich alle in einer Startgruppe. Die meisten Athleten standen schon im Wasser (was ich sehr gut fand) aber auch diese mussten wieder auf den „Strand“ also standen dort fast 200 Leute und rannten mit dem Startschuss ins Wasser, ein totales Gewusel, hauen und stechen definitiv nichts für mich. Ich starte lieber in kleineren Gruppen wie letztes Wochenende beim Silbersee Triathlon immer 90 -100 Leute das ist in Ordnung.

Gerade mit der Masse an Leuten um die Bojen herumzukommen gestaltete sich als sehr schwierig. Abgesehen dass ich mich sehr unwohl im Wasser gefühlt habe, ging es aber noch.

In die Wechselzone

Zu Wechselzone gelaufen und den Neo aus, mein erstes Mal im Wettkampf mit einem Neo. Wie bekommt man dieses Teil denn über den Chip am Bein? 🙂 Naja irgendwann war er aus und ich konnte mir mein Rad schnappen.

Auf dem Rad

Die Strecke war für Autos nicht gesperrt aber dafür Standen an jedem wichtigen Punkt Polizei/Feuerwehr oder andere Helfer. Die haben es wirklich toll gemacht. Die Strecke war super, außer die ersten und letzten 1,6 km hier war nicht geteert sondern gepflastert (aber das hat man überlebt). Auf dem Rad ging es dann aber auch nicht unbedingt gut weiter. Ich hatte nach 3 Km so eine Art Seitenstechen (die habe ich seit ca. 2 Wochen bei jeder kleinsten Belastung) die nur weggingen wenn ich mich auf dem Rad gestreckt habe. Problem war nur, dass machte mich nicht unbedingt schneller 😉

kurz vor der Wechselzone stand dann auch noch ein Auto an dem ich bzw. viele der Athleten vorbei musste und das führte dann noch zum Stau, von vorne und von hinten Athleten die sich fast gegenseitig umgefahren sind.

In der Wechselzone ein Gel rein und rein in die Laufschuhe. Erst ging es, dann kam Km 2 und ich bin umgeknickt, erst bin ich stehen geblieben um zu schauen wie schlimm mein Fuß aussieht aber es ging und ich bin weiter gelaufen, dann kamen noch diese seltsamen Seitenstechen wieder dazu (wobei es dieses Mal eher am unteren Rippenbogen wehtat) naja ich wollte nur noch den Rest schaffen und bin gelaufen und gelaufen… Mir kam die Strecke ewig vor. Mein Fuß wurde auch immer schlimmer und ich war einfach nur froh als ich das Ziel gesehen habe. Danach konnte ich erst einmal gar nicht mehr laufen 🙁

Zu dem Drumherum

Es war sehr schade das bei einem so schönen Ort noch nicht mal das Hotel wusste das überhaupt ein Triathlon stattfindet, es gab nirgends Werbung und dadurch auch Null Zuschauer.

Es war keiner an der Radstrecke, nur Autofahrer die das Ganze aber nicht so lustig fanden.

Auf der Laufstrecke waren die ganzen Touristen und man musste Slalom laufen aber interessiert hat es da wirklich niemanden. Man wurde höchstens etwas verklärt angeschaut.

Noch nicht mal beim Zieleinlauf gab es irgendeine Art Stimmung am Rand. Das fand ich wirklich sehr sehr traurig.

Zusätzlich zu dem Publikumsmangel, fand ich die Zeitmessung nicht sonderlich gut. Es gab genau eine Zeitmatte und die lag hinter der Wechselzone auf dem Weg zum Radfahren. Ist nicht so dramatisch,

Und ich werde nächstes Jahr an diesem Triathlon wohl nicht mehr teilnehmen.

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