Trainingslager mit Jorge Sports

Jorge Sports TrainingslagerDieses Jahr fahre ich mit Jorge Sports ins Trainingslager nach Mallorca ☺.

Im Frühjahr ist Mallorca ein Radsportparadies, alle die schon mal in dieser Jahreszeit dort waren, wissen was ich meine. Die Insel hat Landschaftlich einiges zu bieten und es bleiben keine Wünsche offen. Für Einsteiger bieten sich die flachen Strecken an der Küste an und für ambitionierte Sportler die Bergketten des  Serra de Tramuntana.

Das Laufen und Schwimmen kommt natürlich auch nicht zu kurz. Viele Hotels haben Sportpools und was gibt es schöneres einmal ins Meer zu springen ☺.

Aus diesen Gründen habe ich beschlossen wieder nach Mallorca zu fliegen.

Ich liebe diese Insel einfach.

Jorge Sports, wer steckt dahinter

Jorge Sports ist ein deutsches Unternehmen was von Jörg (44, Sportwissenschaftler, Sportjournalist, Buchautor und Triathlet) und Patricia Birkel (34, Heilpädagogin und Hobbysportlerin) geführt wird.

Jörg Birkel hat schon einige Bücher verfasst, unter anderem:

  1. Triathlon für Einsteiger
  2. Triathlon. Das Standardwerk
  3. Athletiktraining für Triathleten

Weitere Bücher von Jörg findet ihr hier

Die beiden Leben seit  2013 auf Mallorca, was ich sehr schön finde, um auch einmal andere Geschichten und Ecken von Mallorca zu erleben ☺.

Gut finde ich auch, dass Patricia dieses Jahr ihre erste Sprint Distanz beim Hamburg Triathlon bestreiten will, ihr Training und was daraus wird könnt ihr auf ILoveCycling.de verfolgen.

Und auf Facebook seit ihr alle herzlich eingeladen mit Jorge Sports beim Hamburg Triathlon eine kleine Party zu feiern ☺. Ich bin auf jeden Fall dabei …

Fragen und Antworten mit Jörg Birkel

Ich hatte zu dem Trainingslager und an Jörg einige Fragen und die Antworten von Jörg möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:

Gerade Einsteiger haben (nach meiner Erfahrung) oft Angst ein Trainingslager zu buchen, warum sollten Sie es dennoch tun?“

Die Angst ist in manchen Fällen ja durchaus berechtigt; in vielen Trainingslagern geht es nur ums Kilometersammeln. Je mehr, desto besser. Anfängern kann ich nur empfehlen, genau hinzuschauen und sich den Anbieter sorgfältig auszusuchen. Ich selbst organisiere seit 6 Jahren Trainingslager und habe von Anfang an einen sehr hohen Einsteigeranteil gehabt und die Trainingsprogramme entsprechend angepasst. Viele Einheiten bei uns sind sehr techniklastig. In den als Einsteiger Camps ausgeschriebenen Trainingslagern fangen wir quasi bei Null an und bringen unseren Teilnehmern Kraulen bei.

Wenn die Inhalte tatsächlich auf sie abgestimmt sind, dann können Einsteiger in einem Trainingslager extrem viel lernen. Spezifische Vorbereitung, Wechseltraining, Koppeltraining, Wettkampfstrategien und viele kleine Tipps von erfahrenen Triathleten – in einem Trainingslager geht es nicht nur um Schwimmen, Radfahren und Laufen. Eine Campwoche ist wie ein Triathlon-Intensivkurs, bei dem man alle wesentlichen Dinge lernt.

Ich finde, ein Trainingslager lohnt sich für alle Leitungsklassen. Besser als ich könnten dir übrigens unsere Teilnehmer deine Frage beantworten. Viele reisen mit Ängsten und Zweifeln an. Sie fragen sich, ob sie das Pensum schaffen können, ob sie fit genug sind und mithalten können. Und nach einer Woche in der Feedbackrunde strahlen uns viele Rookies glücklich an.

Sie freuen sich, dass sie sich getraut haben. Und wer dennoch Zweifel hat, dem sei gesagt, man muss ja nicht alle Trainingseinheiten mitmachen. Wir verstehen unseren Trainingsplan beispielsweise als Angebot. Alles kann, nix muss. Wenn man mal müde ist oder keine Lust hat, dann setzt man eine Runde aus und steigt später wieder ein.

Muss man Kraulen können um an dem Schwimmtraining teilnehmen zu können?

Das kommt auf das Campangebot an. Wie bereits erwähnt, fangen wir in unseren Einsteiger Camps bei Null an. Da setzen wir keine Kraulkenntnisse voraus und machen mit allen Teilnehmern einen Kraulanfängerkurs. Einzige Voraussetzung, man sollte zumindest in einer beliebigen Stilart 100m Schwimmen können. Es ist ja schließlich kein Seepferdchenkurs, sondern ein Kraulkurs für Erwachsene. 😉

In den anderen Camps ist es vorteilhaft, wenn die Teilnehmer bereits in Grundzügen Kraulen können. Gerade wenn wir gemischte Gruppen haben, ist es schwierig, einem absoluten Anfänger gerecht zu werden. Wenn wir Anfragen von Rookies bekommen, weisen wir auch darauf hin und empfehlen unsere speziellen Angebote. Im Radfahren oder Laufen ist es leichter, schwächere Teilnehmer zu integrieren. Wir fahren beispielsweise mit sehr kleinen Radgruppen und planen 1 Guide auf 6 bis maximal 8 Teilnehmer. Also selbst bei einem Trainingslager mit 10 bis 15 Teilnehmern haben wir mindestens 3 Guides vor Ort. Dadurch können wir verschiedene Leistungsgruppen anbieten und jeden Teilnehmer nach seinem Leistungsvermögen fordern und fördern.

Welche Geschwindigkeiten und Streckenlängen werden bei euch angeboten (Rad und Laufen)?

Die einzelnen Radausfahrten bauen quasi aufeinander auf und werden im Wochenverlauf täglich etwas länger. Je nach Fitnesslevel kann die Königsetappe 120km+ ausfallen. In einigen Camps bieten wir beispielsweise den Küstenklassiker von Andratx nach Alcúdia oder Retour an.

Die Einsteiger fahren selbstverständlich nicht so weit. Statt nach Kilometern oder Schnitt gebe ich die Touren aber lieber in Stunden an. Unserem Körper ist es schließlich egal, wie weit er gefahren ist. Für den Stoffwechsel und damit für den Trainingsfortschritt zählen alleine Belastungszeit und Intensität.

Das Lauftraining haben wir anders organisiert: Es gibt bspw. geführte Laufeinheiten, die sehr techniklastig sind. Nach dem Einlaufen machen wir mit der ganzen Gruppe Lauf-ABC und bewegungsvorbereitende Übungen und zum Abschluss ein Cool-Down mit kleinen Belastungsspitzen.

Zudem achten wir auf die Qualität im Training. In einer Einheit machen wir beispielsweise Laufintervalle mit individuellen Vorgaben. Jeder Teilnehmer bekommt von mir eine Zeitvorgabe und 100m-Durchgangszeiten, um ein Gefühl für das richtige Pacing zu bekommen.

Es ist erstaunlich, wie viele Triathleten bisher nur negative Erlebnisse mit Intervalltraining verbinden und dann völlig begeistert von der Trainingsmethode nach Hause fahren. Es kommt eben darauf an, dass man in seinem eigenen Tempo läuft und nicht in dem von stärkeren Athleten. Koppeleinheiten und lange Läufe sind ebenfalls Bestandteil der Camps. Die Streckenlänge richtet sich da nach dem Erfahrungsgrad und den Zielen der Teilnehmer.

Wie schafft ihr es, die verschiedenen Leistungsgruppen zu organisieren?

In den Camps bieten wir zwischen 3 und 6 Radgruppen an. Je nach Zielsetzung des Camps und Fitnesszustand der Teilnehmer werden unterschiedlich lange Touren geplant und die Geschwindigkeit auf die Teilnehmer der Gruppe angepasst.

Wir verschicken vor dem Camp Fragebögen an unsere Teilnehmer, um uns vorab schon ein besseres Bild machen zu können. Die Einteilung übernehmen aber die Teilnehmer selbst. Wenn wir beispielsweise 15 Teilnehmer haben, dann bieten wir eine langsamere, eine mittlere und eine schnellere Gruppe an.

Das Training ist wattgesteuert, d.h. der Radguide gibt in den jeweiligen Gruppen ein gleichmäßiges Tempo vor. Dabei orientieren wir uns im Zweifel am langsamsten Teilnehmer in der Gruppe.

Jeden Abend dürfen sich die Teilnehmer aussuchen, in welcher Gruppe sie fahren wollen und können bei Bedarf die Gruppe wechseln. So ist sichergestellt, dass man nicht über- oder unterfordert wird und die ganz Woche in der falschen Gruppe feststeckt. Was die Routen angeht, haben wir uns im Vorfeld Gedanken gemacht, passen die Touren aber im Bedarfsfall an.

Was erwartet die Teilnehmer in eurem Trainingslager?

Ich würde sagen, eine Menge Spaß beim Training in der Gruppe, tolle Radausfahrten, viel Techniktraining und natürlich hilfreiche Tipps und Tricks für das Training zu Hause. Geschwitzt wird natürlich auch.

Viele Triathleten sind sehr zielorientiert. Das ist auch gut so und dem tragen wir Rechnung, indem wir die Teilnehmer systematisch fordern und fitter machen. In Theorie und Praxis. Es gehört aber auch dazu, mal Fünfe gerade sein zu lassen.

Wir sehen den Sport nicht zu verbissen, deshalb bieten wir jede Woche unseren beliebten Tapasabend an. In meinen ersten Jahren als Camporganisator sind diese gelegentlich aus dem Ruder gelaufen und wir hatten damals auch Teilnehmer, für die war der Tabasabend wichtiger als das Training. Das hat sich aber zum Glück gelegt.Dennoch haben wir an dem Konzept festgehalten.

Ich finde es wichtig, das Hotel mal zu verlassen, um dem Lagerkoller zu entgehen. Und wenn man schon mal in Spanien zu Gast ist, dann sollte man auch spanisch Essen gehen und das Leben genießen. Das gehört für uns einfach dazu. 😉

Welche Erwartungen/Wünsche hast du selbst an eines euer Trainingslager?

Wir wollen gemeinsam Spaß und tolle Menschen kennen lernen. Unser Ziel ist es, jeden Teilnehmer gesund und zufrieden wieder nach Hause schicken. Das ist ein hoher Anspruch an uns selbst. Leider klappt das nicht immer bei jedem Teilnehmer, aber wir tun alles, um unsere Camps von Jahr zu Jahr zu verbessern.

Was ist für dich das spezielle an Mallorca, warum sollten Triathleten gerade hier trainieren?

Ehrlich gesagt, fällt mir das manchmal schwer, auf den Punkt zu bringen, was mir an Mallorca am besten gefällt. Wir, meine Frau und ich, lieben diese Insel. Mallorca ist unglaublich vielseitig und die ganze Schönheit zeigt sich häufig erst fernab der Touristenströme.

Für Triathleten und Radfahrer ist Mallorca besonders reizvoll, weil man hier das ganze Jahr tolle Trainingsbedingungen hat und abwechslungsreich trainieren kann. Statistisch haben wir über 300 Sonnentage im Jahr und seit wie hier wohnen, sind wir vielleicht dreimal mit Handschuhen und langer Hose geradelt. Im Winter versteht sich.

Anders als auf den Kanaren, die gerade im Winter etwas beständigere Klimabedingungen haben, finde ich dafür die Vegatation und die Landschaft auf Mallorca nicht so eintönig. Mallorca ist im Winter am grünsten und nicht durch karge Vulkanfelder geprägt. Das gefällt mir persönlich besser.

Dazu kommt, dass wir hier in vielen Gemeinden tolle Trainingsstätten haben. Sport wird hier von der Regierung gefördert. In der Regel habe ich beispielsweise eine Schwimmbahn für mich oder teile mir diese mit meiner Frau. Das sind Traumbedingungen für begeisterte Sportler.

Was Unterscheidet JorgeSports von anderen Triathlon Camp anbietern?

Gute Frage. Ich bin schon gespannt, wenn du dir diese Frage nach dem Camp bei uns selbst beantworten wirst.

Grundsätzlich gibt es natürlich viel Konkurrenz auf dem Markt und in den letzten Jahren sind etliche neue Anbieter dazu gekommen. Rein strukturell werden viele Anbieter ihre Camps ähnlich organisieren, wie wir es tun. Ein Unterschied ist sicherlich die Gruppengröße. Wir bieten keinen Massentourismus an. Gruppen von 80 bis 150 Triathleten finde ich persönlich zu groß und sehr unpersönlich. Bei 10 bis 30 Teilnehmer kennt man nach zwei bis drei Tagen die Namen aller Teilnehmer und kann viel individueller auf jeden Einzelnen eingehen.

Zudem leiten wir alle unsere Camps persönlich. Wir haben dafür keine Angestellten. Das schafft eine familiäre Atmosphäre und sorgt für gute Stimmung. Das ist wichtig, weil wir viele Einzelbucher und Einsteiger haben.

Ein weitere Punkt, der uns vielleicht von anderen unterscheidet: Wir machen kein Geheimnis aus unseren Trainingsmethoden. Durch meine frühere Tätigkeit als Sportjournalist habe ich viel über Triathlon und Training gelernt und habe das Wissen schon immer mit meinen Lesern geteilt. Das hat sich nicht geändert.

Ich habe gelernt, sehr anschaulich zu erklären, worauf es beim Triathlon ankommt. Ich finde es beispielsweise wichtiger, einem Teilnehmer verständlich erklären zu können, wie dieser Fehler in seiner Schwimmtechnik korrigieren kann, als selber Weltklassezeiten schwimmen zu können. Das ist der Unterschied, zwischen professioneller Trainingsbetreuung und Training bei einem Triathlon-Profi.

Warum habe ich mich für Jorge Sports entschieden?

Ich habe in der Vergangenheit schon öfters Trainingslager mitgemacht, sei es hier in Deutschland oder auch auf Mallorca. Es war immer schön aber für mich gibt es da die kleinen aber feinen Unterschiede.

  1. Kleine Gruppen: Je mehr Menschen in solch einem Trainingslager sind, desto unpersönlicher wird das Ganze. Ich lerne aber gerne viele neue Leute kennen, in kleineren Gruppen funktioniert dies meistens besser.
  2. Unterschiedliche Leistungsgruppen: Voneinander lernen ist das Zauberwort, ich kenne etliche Athleten die stärker auf dem Rad sind, die schneller schwimmen oder besser laufen und das ist auch gut so, weil diese mir immer wieder Wertvolle tipps geben können.
  3. Erfahrene Trainer: Wenn nicht der Trainer wer dann 😉
  4. Ein schönes Hotel: Ein Trainingslager ist für mich immer noch Urlaub und im Urlaub möchte ich mich wohlfühlen 🙂
  5. Wetter: Wer will schon in Deutschland frieren, wenn er auf Mallorca schon in der Sonne fahren kann.

und das aller aller wichtigste Spaß haben,  wir lieben alle den Sport und genau deshalb machen wir diesen Sport auch 🙂

 

2 Gedanken zu „Trainingslager mit Jorge Sports

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