Trainingslager mit Jorge Sports Teil 1

Cap Formentor - Jorge Sports

Wie ja viele schon wissen, war ich im Trainingslager mit Jorge Sports ☺   Es war eine wirklich tolle Woche, mit super vielen netten Leuten, von der ich euch gerne etwas mehr erzählen möchte….

Ich versuche mich kurz zu halten 😀 aber ich denke das werde ich nicht ganz schaffen. Wenn ich über alles ausführlich schreibe, würde das hier wahrscheinlich ein ganzes Buch füllen… Also falls Ihr noch mehr wissen möchtet, könnt ihr mich gerne fragen oder einen Kommentar hinterlassen 🙂

Sonntag

Sonntag ging es los, die Koffer waren gepackt (nach 3 Mal umpacken, weil er immer wieder zu schwer war ;)) und mein Vater brachte mich zum Bremer Flughafen. Ich war wahnsinnig aufgeregt, das erste Mal ohne jemanden den ich kenne ins Trainingslager zu fahren war seltsam. Ich hatte die Woche zuvor etwas schlimmere Rückenprobleme, was die Situation in diesem Moment nicht viel einfacher für mich machte.

Es regnete am Flughafen und da dachte ich mir: Egal was passiert und egal ob mein Rücken weh tut oder nicht, ich hab auf jeden Fall besseres Wetter :D.

Der Flug ging recht schnell vorbei und in Palma hatte ich auch direkt meinen Transfer gefunden.  Mit mir saßen noch 2 Camp Teilnehmer in dem Bus Richtung Hotel, die nicht weniger gespannt waren wie ich, was uns die nächste Woche erwarten wird.

Im Hotel angekommen, holte ich erst einmal das Leihrad ab und dann war auch schon Abendessen. Im Restaurant waren Tische reserviert, was ich sehr schön fand, denn keiner musste alleine essen und man hat direkt ein paar Leute kennengelernt☺.

Zum Ende des Tages ging es zur Besprechung der Woche, hier wurde ganz genau erklärt, wie die Woche ablaufen wird und wie die Radgruppen eingeteilt werden bzw. wie wir uns in die Radgruppen einteilen konnten.  Ich freute mich nun wirklich auf die nächsten Tage und war sehr gespannt was noch so auf mich zukommt.

Montag – Tag 1 bei Jorge Sports

Heute ging es gleich früh raus. Wo ich mich zuhause sonst noch zehn Mal umdrehen würde, war ich sofort hellwach und total motiviert ☺.

Schwimmen am Morgen – ganz schön kalt

Es ging zuerst zum Schwimmtraining und das vor dem Frühstück. Hier wurde ich in Gruppe 2 (bei den Fortgeschrittenen) eingeteilt. Ich ging erst einmal ohne Neo zum Pool und habe überlegt ob ich ihn anziehe. Gruppe 1 war schon im Wasser und die haben schon ein wenig gezittert. Ich wollte ja aber nicht die einzige sein die im Neo schwimmt :D. Jetzt kam aber meine heimliche Rettung. Eine weitere Campteilnehmerin kam schon in Neo an den Pool und da stand für mich fest, lieber den Neo an, als zu frieren :D.  Josef und Jörg begleiteten das Schwimmtraining und mir wurde relativ fix gesagt was ich noch falsch mache 🙂 und ich hatte nun die Woche Zeit mich in diesen Punkten zu verbessern.

Wir schwammen erst ein paar Technik Einheiten (was mit Neo zwar etwas supoptimal ist aber naja, ich hab wenigstens nicht gefroren) und danach ein paar schnellere Sachen. Somit standen nach etwa 45 min 1,8 km auf meiner Uhr und mein Magen meldete schon, das er schnell zum Frühstück wollte (was sich diese Woche noch öfters wiederholte 😀 )

Fahrsicherheitstraining

Nach dem wir uns gestärkt hatten, gab es für alle ein Fahrsicherheitstraining – wie verhalte ich mich in der Gruppe, welche Handzeichen gibt es, wie drehe ich mich um, wie bremse ich richtig etc. etc. Ich fand es super, dass so etwas angeboten wurde, da auch viele dabei waren, die noch nie in der Gruppe gefahren sind. Ich hätte es zwar nicht unbedingt gebraucht, finde es aber trotzdem wichtig alles aus solch einem Trainingslager mitzunehmen was ich nur kann.

Schnell aufs Rad

Als dies geschafft war, ging es auf die erste Tour (ich in der Gruppe mit Jürgen☺). Unsere Gruppe war von Anfang an wirklich cool und sehr lustig drauf, wir unterhielten uns viel und alle waren super motiviert und aufgeschlossen. Es wurden knapp 60 Km, von Pollencia aus Richtung Alcudia über Sa pobla und Muro bis wir in Santa Margalida einen Kaffee und Kuchen Stopp einlegten ☺. Hier trafen wir auf Patricias Gruppe  und auch Roberts Gruppe kam kurz nach uns an dem Café an. Wir stellten kurzerhand alle Stühle zusammen, die wir noch finden konnten und saßen alle gemeinsam in der Sonne und genossen unseren Kaffee und den leckeren Kuchen.

Nach der Pause fiel auf, dass die Gruppe wirklich unterschiedlich stark war und man am nächsten Tag überlegen sollte, ob einige die Gruppe noch hoch oder runter wechseln. Das war aber auch nicht weiter dramatisch.

Den Rest rollten wir locker wieder zurück zum Hotel mit viel Gequatsche und natürlich guter Laune.

59,1 km mit 326 Hm – GPX Download

Einrollen

Koppeln!!!!

Nun stand noch eine kleine Laufeinheit auf dem Plan und zwar ein Koppellauf – Einige haben sich dazu verabredet gemeinsam zu laufen andere wiederum (wie ich ) sind sofort vom Rad in die Laufsachen und los. Meine Beine fühlten sich schon etwas schwer an aber ganz ehrlich das Wetter alleine und die Umgebung machten das ganze viel viel einfacher. Da ich den ersten Tag nicht gleich übertreiben wollte (gerade weil ich ja eine lange Laufpause hatte) lief ich nicht sehr weit bzw. lange aber es hat alles gut funktioniert 🙂 .

Letzte Einheit – Mobility

Die letzte Einheit an diesem Tag war Mobility, hier erklärte uns Jörg was wir machen können um z.B. unser Becken zu mobilisieren, unser Zwerchfell zu aktivieren und die wichtigsten Dehnübungen.

Ich fand es ganz toll, dass er alles so ausführlich erklärt hat und dass man genau wusste warum man welche Übung genau macht.  Was eventuelle Blockaden oder Unbeweglichkeiten an Problemen beim Sport auslösen können usw. usw.

Jetzt ging es zum Abendessen (ich hatte vielleicht einen Hunger – Mal wieder), danach noch kurz für ein alkoholfreies Bier an die Bar und dann schnell ab ins Bett. ☺  Ich habe glaube ich noch nie auf Anhieb so gut in einem Hotelbett geschlafen wie diese Woche.

Dienstag – Tag 2 bei Jorge Sports

Um 6:30 Uhr klingelte der Wecker und die Vögel zwitscherten schon munter vor sich hin. Ich war sofort hellwach und freute mich auf den Tag. Eben die Dehnübungen die ich den Tag zuvor beim Mobility gelernt habe gemacht und dann konnte es auch schon losgehen.

Lauf ABC

Es ging nicht wie am Montag erst zum Schwimmen, sondern mit Jürgen zum Lauf ABC – Anfersen, Kniehebelauf, Fußgelenksarbeit und vieles vieles mehr. Jede Übung wurde auch hier gut und genau erklärt. Am Anfang fingen wir mit einfachen Sachen an und später wurden die Übungen etwas komplexer, was das ganze spannender machte. Hier hat man mal gesehen wie viel Koordinationsprobleme man  wirklich hat ;).

Es war sehr interessant und ich habe noch ein paar neue Ansätze lernen können. Am Schluss hörte ich schon wieder meinen Magen ganz laut rufen, das er doch bitte etwas zu essen braucht ;). Also ging es schnell zum Frühstück :D.

Ab auf den Berg

Meine Lieblingseinheit der Woche 😉 Bergintervalle. Wir fuhren erst einmal gemütlich (mit ein paar Pausen – um auf die Karte zu schauen 😉 ) Richtung Campanet, nach Selva, bis wir schließlich in Caimari  angekommen waren. Von hier aus sollte es zum Kloster Lluc gehen.

Unten am Berg aßen und tranken wir noch schnell etwas und dann ging es los. Wir fuhren ein paar Serpentinen hoch bis Jürgen sagte, dass wir nun mit den Intervallen anfangen. Ich war gespannt wie ich das hinbekommen würde, da ich sonst ja nicht „so oft“ das „Vergnügen“ habe Berge hinauf zu fahren 😉 . Aber es lief super.

20 Sekunden Belastung mit einem hohen Gang und einer 50er Trittfrequenz, 40 Sekunden ruhig in einem niedrigeren Gang weiter treten und das 8 Mal, danach ging es dann gemütlich weiter den Berg hinauf.

Ich wurde zum Ende zwar ein bisschen langsamer, was aber auch an der wahnsinnig tollen Aussicht gelegen haben könnte – aber ich kam heil bei der Tankstelle oben an. Hier standen schon ein paar Leute aus meiner Gruppe und viele viele andere Radfahrer (das ist immer ein super toller Anblick).

Da es oben bei der Tankstelle nicht soooo schön ist, entschieden wir uns gemeinsam, dass wir noch zum Kloster hinunter fahren und dort einen Kaffee trinken.

Nach unserer kleinen Stärkung ging es die letzten Anstiege des Berges wieder hinauf, bis wir endlich unsere wohlverdiente Abfahrt genießen konnten.

Ich bin jedes Mal wieder total fasziniert und kann davon kaum genug bekommen, schade dass es immer so schnell vorüber geht.

68,7 km – 949 Höhenmeter – GPX Download

Kloster Lluc

Schwimmen ohne die Beinchen

Nachdem wir nun alle wieder im Hotel angekommen waren, ging es nach einer kurzen Verschnaufpause direkt zum Schwimmtraining. Hier hieß es dieses Mal bitte alles ohne Beine, diese hatten wir ja heute auch schon genug belastet. Das habe ich am Schluss auch gut gemerkt, ich hatte leichte Wadenkrämpfe, genauso wie einige andere Mitstreiter ;). Also hieß es nach 40 min raus aus dem Pool und ab zur nächsten Einheit.

Stabitraining – der Magen knurrrt 😉 – Mal wieder

Am Ende des Tages und kurz vor dem Abendbrot gab es dann noch eine kleine Runde Stabilitätstraining. Mein Magen hat so dermaßen geknurrt, ich hatte schon Angst, dass auch alle anderen das mitbekommen :D. Aber auch diese Einheit war gut und auch hier habe ich einige Übungen noch mit nach Hause nehmen können.

Aber jetzt ging es erst einmal wieder zum Essen (ich wusste noch nicht das ich so viel essen kann wie an diesem Tag )

Ernährung und Fettstoffwechsel

Der Abend wurde nun noch abgerundet mit einem Vortrag über Ernährung. Ich war zwar wirklich müde aber Jörg hat den Vortrag wirklich sehr interessant und motivierend gestaltet, so dass ich auch hier noch gut zuhören konnte und einiges gelernt habe, bevor es nach dem Vortrag  sofort ins Bett ging.

Mittwoch – Tag 3 bei Jorge Sports

Meine Nacht war relativ kurz, da mein Nachbar beschlossen hat seine ganze Hotelzimmer Einrichtung umzubauen und das um 2 Uhr Nachts :(. Naja was solls. Wider erwarten  waren meine Beine noch recht fit, nach den Bergintervallen von gestern. Dennoch habe ich das Schwimmtraining geschwänzt (mir fehlt gerade der Affen Emoji der sich die Augen zu hält 😉 ) mir war es draußen morgens um 7:30 Uhr einfach etwas zu frisch (ich weiß ich bin ein Frostködel).

Also ging mein Tag mit dem Frühstück los, was jetzt auch nicht unangenehm war.

Laufintervalle machen wirklich Spaß

Nach dem Frühstück ging es mit dem Rad zu einem etwas verkehrsberuhigteren Bereich, an dem es heute hieß: 400m Intervalle. Das war so eine Trainingseinheit auf die ich mich wirklich nicht sonderlich gefreut habe. Laufen war ja noch nie so meine allerliebste Disziplin 😀 Etwas Lauf ABC vorweg und ein paar kleine Aufwärmübungen, die ich mir auch gleich für Zuhause merken konnte.

Jetzt war nur noch zu klären, wer läuft wie schnell auf 10 km und wie müssen dann die Intervalle aussehen? Ich bin in einer Gruppe mit etwa 6-7 Leuten gelaufen und wir hatten wirklich Spaß. Leute ich hatte Spaß beim Laufen – ist das zu fassen? 😀

Da ich überhaupt nicht wusste was ich auf 10km aktuell Laufe, weil ich das seit September nicht mehr machen konnte hatte ich mich in die Gruppe über eine Stunde eingeordnet. War wohl etwas zu langsam aber lieber vorsichtig sein dachte ich mir. Unsere Intervall Zeit auf 40m betrug dann 2:20 min, das hieß pro 100m hatten wir 35 Sekunden Zeit. Ich schaute immer auf die Uhr und sagte allen ob wir zu schnell, zu langsam oder genau richtig waren und nach den ersten 3 Intervallen ging das Ganze dann auch wie von selbst. Es war echt schön.

Als dann alle fertig waren, ging es zurück zum Hotel.

Die lieben Faszien

Nach dem Laufen ging es sozusagen sofort auf die Rolle, Oberschenkel, Waden, Nacken alles schön durch rollen und kneten – Das war nach den ersten Tagen schon recht fies aber sehr sehr wirkungsvoll – das ganze wurde ergänzt durch ein paar Dehnübungen bevor es danach wieder aufs Rad ging.

Lockere Ausfahrt zum Cap Formentor

Auf dem Trainingsplan stand nur “Lockere Ausfahrt”, jede Gruppe konnte selber entscheiden wo sie hinfährt. Unsere Gruppe entschied sich für das Cap Formentor – Wer hätte es für möglich gehalten, dass ich freiwillig 2 Tage hintereinander Berge fahre :D. Ich wollte aber auf jeden Fall dieses Jahr dort hin.

Kurz bevor wir losfahren wollten, fing es an zu tröpfeln, neeeiiinnnn sowas gibt es doch nicht… also Armlinge an, Weste an und alle holten noch ihre Regenjacken aus dem Hotelzimmer – Wir probieren es erst einmal und wenn es anfängt zu schütten drehen wir halt wieder um. Auf dem Weg wurde es aber schon immer heller, bis die Sonne endlich wieder raus kam 🙂 und wir locker und beruhigt weiter fahren konnten.

Also ging es nun wieder hoch – etwas mühseliger als einen Tag zuvor aber es ging. An der ersten Aussichtsplattform gab es eine kurze Pause, hier warteten wir bis alle oben waren und noch etwas getrunken hatten. Nach dieser Aussichtsplattform ging es erst einmal 5 km bergab, der Gedanke dass wir das auf dem Rückweg auch wieder rauf mussten war zwar nicht ganz so cool aber der Tag war viel zu schön um sich darüber Gedanken zu machen. Wir trafen noch Jörg mit seiner Gruppe und machten noch schnell ein paar Fotos mit dem Leuchtturm im Hintergrund (auch wenn der Fotograf in diesem Moment nicht gemerkt hat, dass es ja schön wäre den Leuchtturm mit auf dem Bild zu haben :D). Wir fuhren jetzt noch hinunter zum Leuchtturm, wo wir die Ziege begrüßen durften 😉 . Ich wurde auch standesgemäß von Frank mit “da kommt die Bremer Bergziege begrüßt” ;D.

Dann ging es den ganzen Weg zurück und es ging besser als ich erwartet hätte – Ich hatte immer Frank (einer aus meiner Gruppe) in meinem Kopf der immer bei einem Berg sagte: Druck und Zug, Druck und Zug 😀 . Wieder bei der Aussichtsplattform angekommen machten wir noch schnell ein paar Fotos und fuhren dann die tolle Abfahrt hinunter. Jürgen (unser Guide) stand unten und wartete bis alle da waren. Wir (etwa die Hälfte der Gruppe) sollten aber schon weiter fahren, da es wirklich so langsam kalt wurde.

Gesagt getan, wir fuhren weiter. Wie das immer so ist, fuhren wir im Kreisverkehr die falsche Abfahrt ab und merkten es erst etwas später und hatten somit einen 10 Km Umweg gemacht. Wir sahen das aber alle noch sportlich. Das einzige Problem war, wir sollten um 18:45 Uhr vor dem Hotel stehen um nach Alcudia zum Tapas Abend zu fahren 😀 . Wir gaben also Gas und waren um 18:30 Uhr beim Hotel.

Schnell unter die Dusche, umziehen und weiter :).

60,7 Km – 944 Höhenmeter – GPX Download

CapFormentor

Tapas Tapas Tapas

Ich saß nun also pünktlich im Taxi und war sehr froh es noch zeitlich geschafft zu haben und brauchte erst einmal ein paar Minütchen um wieder runter zu kommen aber das war ja auch ok ;). Es wurde schon im Taxi diskutiert und einstimmig beschlossen, dass es heute ein/zwei Gläser Wein geben wird ;). Der Abend war wirklich schön und das Essen war wirklich sehr sehr lecker. Aber es ist glaube ich immer schön mit so vielen netten Leuten gemeinsam zusammen zu sitzen, gemeinsam zu essen, über die letzten Tage zu reden und auch etwas Privates über die Leute zu erfahren.

Es war auf jeden Fall der perfekte Abschluss für den ersten Teil der Woche und ich freute mich schon auf den nächsten Tag (den Ruhetag :D)

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