Köln Triathlon

Köln TriathlonEs ging endlich nach Köln zum Carglass® Cologne Triathlon Weekend. Dies wäre meine erste Olympische Distanz gewesen, wenn ich nicht den Startplatz für den Hamburg Triathlon gewonnen hätte. Ich freute mich schon wahnsinnig auf dieses Wochenende, mein fünfter Triathlon dieses Jahr und auch mein Saisonabschluss 🙂 .

Am Freitag ging es mit Daniela (zeigenwasinunssteckt.de) und Christian, etwas anders als geplant, erst recht spät nach Köln. Wir waren gegen 21 Uhr im Hotel, neben dem Hotel war eine große Feier und ich dachte mir schon, dass es wenig Schlaf geben wird. Wir stellten nur unsere Sachen ab und begaben uns dann wieder ins Auto, um vielleicht noch etwas zu essen zu bekommen. Leider hatten alle Restaurants die Küche schon geschlossen, somit musste der Lieferdienst herhalten (das war auch eher suboptimal). Es war aber echt lustig mit Daniela und Christian 🙂 . Um 23 Uhr ging es dann ins Bett und in einen sehr unruhigen kurzen Schlaf (was dem Lärm draußen geschuldet war).

Ab geht’s zum Köln Triathlon

Morgens ging es dann mit dem Fahrrad und gepackten Sachen zum Veranstaltungsgelände. Lena (durchhaltenistalles.de) startete bei der Sprint Distanz. Wir wünschten ihr noch schnell viel Glück und da verschwand sie dann auch schon im Wasser.

Wir richteten nun unsere Wechselzonen ein und waren komplett verwirrt. Es stand wirklich nirgends wo wir aufs Rad steigen oder wo es zum Laufen geht. Jetzt kamen auch unsere Eltern an (:) extra für uns nach Köln ….)  Und jetzt raste die Zeit… Daniela war schon um 12:30 Uhr dran, ich erst um 13:30 Uhr… Sie war wahnsinnig nervös (ihre erste Olympische Distanz) und ich begleitete Sie noch mit Christian zum Schwimmeinstieg.

Ich sah Sie leider nicht mehr aus dem Wasser kommen, weil ich bereits Wettkampfbesprechung hatte :(.

Und dann ging es auch für mich ins kühle Nass.

Schwimmen – Köln Triathlon

Der Schwimmeinstieg ist etwa 50m vom Start entfernt und auch wenn die komplette Breite des Sees genutzt werden konnte, fand ich, dass es wahnsinnig viele Leute waren. Ich positionierte mich im hinteren Drittel – ich dachte hier könnte mich dieses Mal aus der Prügelei etwas raushalten.

Meine Nervosität stieg jetzt aber auch an. Ich hatte die letzten 2 Wochen so gut wie nicht trainieren können und das letzte mal 1,5 km am Stück geschwommen bin ich glaube ich beim Hamburg Triathlon.

Dann hieß es aber auch schon wieder 3, 2 ,1 GOOOO! Alle fingen wie wild an zu Schwimmen, Hauptsache schnell weg vom Start. Am Anfang ging es für mich noch, aber 100m weiter fing das Hauen und Stechen an. Manche Leute sollten meiner Meinung nach diesen Sport nicht betreiben, wenn man bei so was nicht fair sein kann. Jemand zog andauernd an meinem Bein. Ich dachte mir nur: „ wie blöd kann man eigentlich sein“. Ich versuchte nun auf eine andere Bahn zu kommen. Ach ja im Fühlinger See sind Regatta Bahnen 🙂

Ich sah wieder eine Leine neben mir und konnte mich wunderbar daran orientieren, Zick Zack schwimmen konnte man hier gar nicht…  bis zum Wendepunkt lief alles super.

Dann noch so jemand dieses Mal aber eine Frau. Sie schwamm innen an der Boje ich rechts neben ihr und sie dachte sich einfach: „ich drück mich mal kräftig an der Schulter ab, dann bin ich hier schneller vorbei.“  Ich war vielleicht sauer, naja nütze ihr aber auch nichts, nach 2 Zügen war ich wieder an ihr vorbei…. 😉

Ich frag mich trotzdem jedes Mal im Wasser (obwohl ich gerne schwimme) warum ich mir das immer wieder antue. 😀

Jetzt fingen langsam meine Arme an den Geist auf zu geben und ich merkte das fehlende Training…. Aber ich sah schon den Ausstieg und versuchte nun meine letzten paar Muskeln in meinen Schwimmer-Ärmchen zu mobilisieren.

Und dort war auch schon die Treppe, viele Helfer standen dort und zogen die Leute hoch.

Nach der Matte schaute ich auf meine Uhr – Krass ! 31 Min meine neue Bestzeit 😀

Wechsel – Schwimmen/Rad

Ich  lief zu meinem Rad und hörte auf dem Weg schon sehr bekannte Stimmen, erst standen dort meine Mutter und meine Tante, kurz danach kamen mein Vater und mein Onkel… Alle riefen mir zu und feuerten mich an (das ist immer so schön). Seitenstechen, nein dachte ich mir aber es ging gerade noch. Der Weg war gefühlt trotzdem ewig lang ;).

An meinem Fahrrad angekommen, schnell aus dem Neo, Helm auf, Brille auf, Startnummernband umgebunden und schon ging es weiter.

Radfahren – Köln Triathlon

Auf dem Weg zur Radstrecke gab es einen Regelrechten Stau, die Ordner riefen nur: „weiterlaufen noch nicht aufsteigen“ was viele aber nicht verstanden haben. Also bin ich einfach links daran vorbei und stieg erst auf als ich dazu auch wirklich Platz hatte.

Die Radstrecke war Spitze, es war ein Rundkurs den wir 3 Mal fahren mussten. Auf jeder Runde kamen wir an der Wechselzone vorbei, an der immer wahnsinnig viele Leute standen.

Ja apropos Windschatten Verbot 😀 in der Wettkampfbesprechung wurde dies noch sehr sehr groß angekündigt aber es hielt sich hier wirklich niemand daran … Überall sah man Gruppen, aber man hatte auch nicht unbedingt eine andere Wahl, es waren einfach zu viele Leute auf der Radstrecke.

Erst vergingen die Kilometer wie im Flug, immer wenn meine Uhr Piepste wusste ich weitere 5 Km geschafft und kontrollierte kurz meine Zeit. Dann fingen meine Schmerzen im Rücken wieder an, wie bei den Cyclassics. Ich konnte nicht anders und musste etwas an Tempo rausnehmen :(.

Ich ging an einer Steigung kurz aus dem Satten und auf einmal fuhr jemand in mein Rad … Ich konnte mich gerade noch halten, hielt aber kurz, weil das Mädel hinter mir gestürzt war. Es ist nichts passiert.  Also ging es weiter.

Nach 36 Km guckte ich auf meine Uhr und dachte, es sollten doch nur 36 sein warum bin ich noch  nicht vom Rad…  Da waren es mal eben 8 Km mehr….

Die Schmerzen waren mittlerweile wirklich sehr stark und ich wollte das Radfahren endlich beenden.

Wechsel – Rad/Laufen

Beim nächsten Wechsel war ich irgendwie neben der Spur, komplett unkoordiniert…  Nachdem ich meinen Helm abgesetzt hatte, schüttete ich mir erst einmal eine Flasche Wasser über den Kopf. Es war mittlerweile richtig richtig warm. Ich zog meine Schuhe an, setzte meine Capy, nahm meine Trinkflasche und lief los.

Laufen – Köln Triathlon

Das Laufen funktionierte super und ich war froh eine kleine Trinkflasche dabei zu haben. Ich  freute mich jetzt über jeden Schatten. Mein Ziel war eigentlich die 10 Km in 1:05 zu laufen, am Anfang ging es auch, doch dann (wie kann es auch anders sein) schmerzen 🙁 . Ich traf noch Daniela die gerade auf dem letzten Km war, sie hatte es gleich geschafft.

Dann kam die erste Verpflegungsstation und ich dachte juhu endlich einen Schwamm. Leider gab es aber keine Schwämme. Ich nahm mir stattdessen 2 Wasser eins trank ich und eins kippte ich mir über den Kopf.

An dem See waren viele Badegäste, die leider nicht so viel übrig hatten für uns Läufer aber man hatte immer was zu gucken, was da ganze etwas erleichterte.

Bei der zweiten Verpflegungsstation bei km 5 wurde gesagt: „ die letzte Verpflegung vor dem Ziel“ ich dachte das wäre ein Witz (war aber keiner 🙁 ) . Meine kleine Trinkflasche war jetzt auch schon leer und es war wahnsinnig warm.

Es ging das ein oder andere Mal recht hoch und wieder runter und auch das tat meinen Füßen und meinem Knie gar nicht gut. Ich musste zwischendurch gehen.

Bei Km 7 sah ich Daniela und Christian um die Ecke kommen, die beiden wollten eigentlich nur auf Toilette (das war Timing) und Daniela rief: „ es ist gleich geschafft.“ Noch 3 Km und ich wusste gleich kommt noch Mal der fiese Hügel 🙁 Es ging wirklich nichts mehr und mein Ziel war auch nicht mehr zu erreichen.

Naja was solls ich sah nun endlich das Ziel und hörte schon meine gesamte Familie rufenJ. Ich legte trotz Schmerzen noch einmal einen kleinen Zielsprint ein und war Überglücklich es geschafft zu haben.

Fazit – Köln Triathlon

Köln ist wirklich eine Reise wert. Der See ist wahnsinnig klar und man kann  sich super an den Regatta Leinen Orientieren. Die Radstrecke ist wirklich 1A und die Laufstrecke um den See ist zwar etwas einsam und keiner interessiert sich wirklich dafür aber sie ist landschaftlich sehr schön….

An den Verpflegungsstation und der Maße der Leute auf der Radstrecke sollte gearbeitet werden.

Ich würde auf jeden Fall wieder kommen 🙂

Wer noch etwas über die Langdistanz erfahren möchte, hier gibt es einen sehr guten Beitrag dazu 🙂

Veranstalter: Carglass® Cologne Triathlon Weekend

 

10 Gedanken zu „Köln Triathlon

  1. Din Eiswuerfel Im Schuh sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zu diesem Finish!

    Schade, dass du solche Schmerzen hattest. Um so ärgerlicher, dass die Radstrecke so ein Stück länger war! Aber das Laufen hast du dann ja noch gut hinbekommen.

    Mir wären übrigens auch 5km bis ins Ziel ohne Verpflegung zu wenig. Da sollte wirklich nachgebessert werden.

    • Trilifelove sagt:

      Hallo…

      danke dir 🙂 ja das mit den Schmerzen war echt so eine Sache aber ich hab nun einen ganz tollen physio der das sichr alles wieder in den Griff bekommt 🙂
      Ja das mit der Verpflegung war echt etwas fies, gerade weil es 28 Grad waren…

  2. Kevin sagt:

    Ich überlege nächstes Jahr meine erste olympische Distanz zu machen. Ich achte sehr darauf, dass die Veranstaltungen familiär sind und die Athleten und Zuschauer freundlich und hilfsbereit miteinander umgehen. Wie hast du das dieses Jahr in Köln empfunden?

    • Trilifelove sagt:

      Hallo,

      der Köln Triathlon war wirklich sehr schön, die Leute waren sehr hilfsbereit…. Klar bei solch einer Großveranstaltung wird das mit dem familiär schon etwas schwieriger aber im Großen und Ganzen war es wirklich super und ich habe mich zu keinem Zeitpunkt unwohl oder über gefühlt…. Hier startet auch jeder, ob mit Crossrad oder normalen Damenrad 😉

      Welcher Triathlon auf der Olympischen Distanz aber wirklich gut und ein mega Erlebnis ist, ist Hamburg…. Gerade die Zuschauer flippen teilweise richtig aus und es ist eine wahnsinns Stimmung. Klar ist es bei so vielen Teilnehmern nicht mehr familiär aber das lässt sich (finde ich) gut verkraften 🙂 und das macht der Triathlon in anderen Punkten wirklich wieder gut…

      • Kevin sagt:

        Hab die Bilder dieses Jahr von Hamburg gesehen. Schon beeindruckend – vor allem mit der Kulisse. Ich finde es super wenn auch Athleten mit „normalen“ Rädern am Start sind. Das versprüht irgendwie Charme. Ein Freund schwärmt immer vom Borken Triathlon. Da gibt es zwar nur die Sprintdistanz, aber er sagt immer wieder wie freundlich da alle sind und das die Stimmung großartig ist.

        • Trilifelove sagt:

          Ja, ich finde so etwas auch toll 🙂 und nehme auch gerne an kleineren Veranstaltungen teil… hier bei mir ist es z.B. der Silbersee Triathlon der wahnsinnig familiär ist und jeder gerne dort teilnimmt….

          • Kevin sagt:

            Direkt mal aufgeschrieben – danke. Ich habe Freunde in Bremen. Dort übernachten und dann zum Triathlon ist ne gute Idee. Komme ursprünglich vom Laufen. Da sind bei den Veranstaltungen immer alle total herzlich. Das habe ich bei meiner ersten Triathlonsaison dieses Jahr bei einigen Events zum Teil leider vermisst.

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