ITU Hamburg Wasser World Triathlon 2017

Hamburg TriathlonNach dem tollen Triathlon in 2016 wusste ich sofort, dass ich noch einmal in Hamburg starten möchte und das tat ich auch :). Dieses Mal aber nicht „alleine“ sondern mit Daniela, Christian, Tim und Mischa :).

Samstag – Sprint-Triathlon Hamburg

Am Samstagmorgen hieß es früh aus dem Bett und ab zum Veranstaltungsgelände. Heute war für mich ja noch alles recht entspannt – zugucken, Christian und Tim auf der Sprintdistanz anfeuern und zum Abschluss noch etwas die Profis anschauen.

Komischerweise war ich noch nicht aufgeregt aber das sollte sich am nächsten Tag ändern ;).

Christians Start war um 7:50 Uhr und er machte das wirklich super und hatte sichtlich seinen Spaß (obwohl er ja nie Triathlon machen wollte ;). Wir feuerten ihn natürlich tatkräftig an und „verfolgten“ ihn auf der Strecke bis er Schlussendlich ins Ziel rannte :). Bis Tim um 11:00 Uhr startete und seinen ersten Triathlon bestritt gingen wir noch schnell einen Kaffee trinken und einen Kuchen essen. Wir feuerten ihn natürlich genauso an wie Christian und auch Tim schaffte es heile und zufrieden ins Ziel.

Nun waren für heute alle durch und wir schauten uns entspannt die Profi-Rennen an. Wir gingen noch über die Triathlon-Messe, wo ich mich noch mehr in das Speedmax von Canyon verliebt habe ;). Danach hieß es nur noch essen und dann so früh wie möglich ins Bett denn Mischas Start am nächsten Tag war nämlich schon um 6:30 Uhr (das kommt davon wenn man keine Startzeit bucht ;))…

Sonntag – Olympische Distanz Hamburg

Morgens um 04:00 Uhr klingelte der Wecker … Ich weiß auch nicht warum ich mir dieses Jahr wieder eine Startzeit gebucht habe und somit eigentlich hätte ausschlafen können ;).  Wir machten uns schnell fertig und gingen dann hinunter wo auch schon Daniela und Christian warteten. Das Hotel war wie gestern wieder so nett und hat uns Lunchpakete gemacht. Somit war schon mal das Frühstück gesichert :).

Heute fuhren wir mit dem Rad zum Jungfernstieg und Mischa checkte direkt ein. Da mein Start erst um 9:10 Uhr war, musste ich noch etwas warten um mein Rad einzuchecken. Das Wetter war, nun ja, OK! – Es regnete wenigstens nicht (noch nicht). Nachdem Mischa seinen Wechselplatz eingerichtet hatte, waren auch Daniela und Christian angekommen und wir gingen direkt zum Start.

Die erste Startgruppe mit (ich denke) ca. 200 Athleten machte sich also auf dem Weg zum Schwimmstart und der Moderator war auch schon gut drauf und begrüßte alle.

Und schon fiel der Startschuss. Dieses Startfeld war recht schnell unterwegs und wir gingen gemütlich zum Schwimmausstieg.

Und da kam er auch schon, der Erste, unter 20 min – echt Wahnsinn. Dahinter lange nichts….

Nach etwa 26 min war nun auch Mischa, mit dem vorderen Feld, aus dem Wasser und rannte schnell in seine Wechselzone.

Wir gingen nun zur Radstrecke und feuerten ihn dort weiter an. Wir hatten vorher schon ausgerechnet, dass es knapp wird und er wohl nicht bis zu unserem Start wieder da sein wird aber er war ganz schön flink auf dem Rad… Ich rechnete etwas und wusste, wenn jetzt nichts mehr passiert und das Laufen klappt schafft er es :).

Daniela und ich gingen nun unsere Räder einchecken und ich war schon recht nervös, diese Schwimmstrecke sah auch so verdammt lang aus, nicht sone schöne Runde in unserem See :D…

Seis drum – ich hatte lust und Angst – aber es überwog die Lust :)…. Ich war im Modus…

Als wir unseren Wechselplatz einrichteten kam auch schon Mischa an uns vorbeigelaufen. Er war auf dem Weg zu seinen letzten 10Km auf der Laufstrecke.

Nun war es so langsam an der Zeit uns auf den Weg zu unserem Schwimmstart zu machen… Wir gingen also Richtung Jungfernstieg und ich tüdelte mich so langsam in meinen Neo von Sailfish.  Dann kamen auch Mama und Papa um die Ecke. Ich und Daniela waren schon recht nervös aber ich freute mich auch.

Wir gingen also in den Startbereich in dem ein netter Typ aus einem Fitnesstudio die Leute versuchte aufzuwärmen – Springen, Arme kreisen etc. etc. und dann ging es ans Wasser.

Wir setzten uns erst einmal hin und warteten noch etwas bis wir ins Wasser sprangen (uns plumsen ließen ;)) . Wieviel Grad sollte das Wasser haben? 19,6 Grad? Niemals! Es war mega kalt und ich hatte wirklich kein Bedürfnis nun meinen Neo zu Fluten 😀 . Nun schnell etwas hin und her schwimmen um nicht zu erfrieren und den Körper etwas an die Bewegung zu gewöhnen.

Nun schauten wir noch einmal nach oben und winkten unseren Eltern, Christian, Tim und Mischa zu – der es wirklich geschafft hat, vor dem Start bei uns zu sein und uns seine Medaille zeigte :).

Noch eine Minute, gleich kommt der Countdown. Die Musik wurde lauter und es wurde runtergezählt (absolutes Gänsehautfeeling). Mit einem Startton wurde nun unsere Gruppe raus auf die Alster geschickt.

Man sollte schauen wohin man schwimmt 😀

Am Anfang lief alles gut…. Da mal einen Arm auf den Kopf, hinten jemand der die ganze Zeit auf deinen Popo haut und Leute die kurz nach dem Start Brustschwimmen und dich treten – also ein ganz normaler Start im Triathlon ;).

Ich war total in Gedanken versunken und orientierte mich eine ganze Zeit lang nur an den anderen Schwimmern die  links neben mir schwammen. Als ich dann aber auf der rechten Seite den Kopf aus dem Wasser hob erschrak ich kurz. Woher kommt diese Boje auf einmal? Ich war wohl etwas weit nach rechts abgedriftet und einer der Kanufahrer sagte nur: „ Schwimm doch da lang, sonst schwimmst du gegen die Mauer“ und zeigte in Richtung Brücken-Mitte  :D. Ups- ich sollte doch etwas öfters schauen wo ich lang schwimme…

Weiter ging es also zur Brücke. Letztes Jahr kam ich mit dieser Dunkelheit nicht klar und musste Brustschwimmen, heute klappte aber alles ganz gut und ich schwamm direkt zur Boje.

Jetzt habe ich schon die Hälfte. Mir kam die Strecke wahnsinnig lang vor und gefühlt war keiner mehr um mich herum. „Nur noch„ zum Tunnel, dann bin ich da.

Der Tunnel ging gefühlt viel schneller vorbei als letztes Jahr und nun hörte ich auch schon meine Familie :). Der nette Helfer am Schwimmausstieg zog mich aus dem Wasser und nun versuchte ich schnell den Neo auf zu bekommen und lief los.  In der Kurve stand auch schon Mischa der noch ein paar Fotos von mir knipste.

Ich lief also den ewig langen Weg zur Wechselzone.

In der Wechselzone angekommen ging es weiter zu meinem „Platz“ – nur, wo war er? Ich las die Schilder und versuchte mir selber das Alphabet vorzusagen und kam mir dabei wahnsinnig bescheuert vor :D.

Da erinnerte ich mich an den Laden gegenüber (irgendwas mit Stein) und Christian der sagte da steht doch ein Parkschild und da war  er. Ich bekam den Neo dieses Mal besser von den Füßen, schmiss ihn über die Stange und zog schnell die Socken an.

Kurzer Blick auf die Uhr – Scheiße schon 5 Minuten… Daniela war auch in der Wechselzone angekommen und sagte nur: „Komm mach ganz ruhig, das bringt jetzt auch nichts“. Ich war fertig und lief nun schnell mit meinem Rad aus der Wechselzone.

Radfahren – Hamburg Triathlon

Nun ging es Richtung Elbe, erst einmal den Tunnel hinunter, aus dem Tunnel heraus – als hätte ich es erwartet – WIIINNDDD !!!! 😀 . Zudem war die Radstrecke sehr voll und man musste wirklich ziemlich aufpassen.

Dann ging es die kleinen Hügel hinauf. Hier überholte mich einer nach dem anderen – dann kam auch schon die erste Wende und es ging direkt wieder etwas bergauf aber dann auch eine ganze Weile bergab. Hier überholte ich wieder recht viele und konnte etwas Zeit gut machen, die ich an dem Hügel verloren hatte.

Das Radfahren lief eigentlich ganz gut und ich hatte nun auch schon fast die erste von drei Radrunden geschafft. Kurz hinter dem Tunnel stand auch schon Micha und feuerte mich an, kurz dahinter auf der anderen Seite meine Familie.

Die nächste Radrunde wurde schon zäher und der Wind wurde immer stärker und so langsam fing es auch an zu nieseln.  An dem nächsten Hügel wieder die gleichen Gesichter die mich überholten 😀 Ich glaube Irene hieß das eine Mädel und von dem anderen habe ich leider den Namen vergessen.  Wir mussten schon immer Grinsen, da ich Sie kurz nach der Wende wieder eingeholt hatte ….

Dann kam die Verengung und jemand wollte mich überholen. Als aber ein Anderer auch an ihm vorbei wollte, touchierte er etwas mein Hinterrad. Ich kam ins Schlingern, er fiel leider hin. Die Ordner, die Überall standen, waren aber direkt zur Stelle und kümmerten sich um ihn. Ich hoffe, es ist weiter nichts passiert.

Nun ging es wieder an meiner Familie vorbei auf die letzte Runde. Hier war der Wind jetzt wirklich doll. Ich musste wirklich die Zähne zusammenbeißen. Am Hügel schlich ich gefühlt nur noch hoch – wobei ich gar nicht so langsam war. Die Eine von den beiden Mädels sagte nun zu mir: „komm, nicht aufgeben – das ist doch die letzte Runde oder? „. Ich versuchte mit ihr mitzuhalten doch es ging nicht – sie war doch zu schnell. Auf dem Rückweg machte ich wieder Zeit gut und fuhr nun mit 01:16:00 in die Wechselzone.

Wechsel die Zweite

In der Wechselzone angekommen suchte ich wieder meinen Platz. Ich fand ihn aber nicht und ging ein Stück, bis ich meine Kiste sah – umgekippt, nicht da wo ich sie gelassen hatte – komisch…

Ich hing mein Rad auf und merkte, das war Danielas Platz und warum liegt auch Danielas Kiste umgekippt hinter den Rädern und nicht daneben?  Unser Wechselplatz war reinstes Chaos.

Naja, schnell unter der Stange durch, beide Kisten geschnappt und wieder an den richtigen Platz gestellt. Helm runter, meinen Cloudflash von On an und weiter ging es.

Laufen – Hamburg Triathlon

Beim Laufen hatte ich wahnsinnig schwere Beine, ein Gefühl wie Blei. Ich bekam die Beine gar nicht hoch und kroch nur über die Strecke – das kann ja was werden.

An der Wechselzone vorbei, schnell links abbiegen und da waren sie auch schon wieder… Ich hörte immer nur „Hop, Hop, Hop“ :D….

Die ersten 5 km waren wirklich schlimm. Nicht weil ich konditionell nicht mehr konnte, sondern weil meine Beine einfach nicht mehr wollten… An der zweiten Verpflegungsstation machte ich eine kurze Gehpause, schüttelte über mich selber den Kopf und sagte mir: „stell dich nicht so an“ und lief weiter…

Jeden Km piepte meine Uhr und ich schaute kurz drauf. Warum bin ich denn immer noch so langsam? So ein Mist…. Auf dem Weg waren nun immer wieder Leute und auch gerade die Ordner die einen anfeuerten; damit ging es etwas besser.

Am Wendepunkt (5km)  angekommen sagte meine Uhr irgendwas mit 34 min :(…. Ich war etwas deprimiert über diese Zeit aber auch motiviert den Rückweg schneller hinzubekommen.

Also lief ich und sagte mir selber immer – “es sind nur noch 4 km, jetzt nur noch 3,5” und dann, kurz nach dem ich bei der letzten Verpflegungsstelle ein Becher Wasser über den Kopf gekippt habe, Regen – und was für welcher. Ich war nun wieder so nass, als wäre ich gerade aus dem Wasser gestiegen und der Wind blies mir auch noch kalt entgegen. Scheiß drauf, noch nicht mal mehr 2 Km. Die extra eingebaute Dusche zum Abkühlen umging ich dann aber 😀 ….

Der letzte Kilometer wieder ein Highlight.

Es wurde voll, die Leute hielten Schilder hoch wie: „Smile people are waiting“ oder „du hast es gleich geschafft“ – außerdem feuerten einen alle kräftig an: „Andrea keinen Km mehr, das schaffst du“ oder so ähnlich… Ich war begeistert, die Atmosphäre war toll. Dann noch ein bekanntes Gesicht, der Thorsten vom S.O. Medien Triathlon, der mich ein paar Meter auf der Laufstrecke begleitete und ein kleines Interview mit mir führte :D… Es war witzig und hat mich noch einmal etwas angespornt.

Nun noch um die Kurve und ich sah es… Das Ziel… Die Musik wurde lauter und ich konnte mit etwas über 3 Std ins Ziel laufen :).

Nach dem Zieleinlauf nahm mich mein Freund auch direkt in Empfang :). Ich fror so dermaßen, das ich mir schnell etwas überziehen musste. Dann kam ein paar Minuten nach mir auch schon Daniela ins Ziel und wir gingen danach noch schön Kuchen essen und Kaffee trinken :).

Fazit:

Hamburg war mal wieder klasse :). Die Atmosphäre ist total super und das Rennen macht einfach nur Spaß; jedem zu Empfehlen.

Aber auch ein großes Dankeschön an Daniela, Christian, Mischa und Tim und natürlich wie immer meinen Eltern 🙂  für das tolle Wochenende und die ganze Unterstützung an der Strecke… Ohne euch wäre es nur halb so schön…

 

5 Gedanken zu „ITU Hamburg Wasser World Triathlon 2017

  1. mywaytoironmanblog sagt:

    Deine Radzeit ist doch echt klasse! Woher kommst du? Der Wind hier oben ist echt ne Katastrophe! Ich hab noch nie ein Rad- oder Lauftraining ohne solchen Wind gemacht Immerhin gibt’s hier keine Berge… Und das mit der umgekippten Kiste kenn ich. Manche sind da anscheinend etwas egoistisch, aber gut. Wir sind ja keine Profis, die um erste Plätze kämpfen, von daher reg ich mich über sowas dann nicht auf. Das nimmt einem nur die gute Laune und den Spaß. Was für Rennen stehen denn diese Saison noch so bei dir an?

    • Trilifelove sagt:

      Hey,

      das mit dem Wind kenn ich selber nur gut genug, ich komm ja aus Bremen ;)…. Hier ist es ja noch flacher als in Hamburg :D…
      Beim Laufen gehts aber beim Radfahren haben wir auch Grundsätzlich Wind – Aber ich find ihn trotzdem doof ;)..

      Ja das mit den Kisten fand ich in dem Moment nicht wirlich toll und ich war etwas verwirrt da ich dadurch halt auch schlecht den Platz wiedergefunden habe :D….

      Ich mache dieses Jahr „nur“ noch Rad am Ring dieses Wochenende und dann noch den Bremen Triathlon am 13.08.

      Kurz danach geht es dann mit dem Rennrad 2 Wochen von Köln bis zum Gardasee 🙂 Da hab ich dann auch genug Berge und hoffentlich nicht so viel wind…. 😉

      und bei dir?

  2. schorsch sagt:

    Wow.. Toller Bericht.. Ich spiele ja auch schon seit Jahren mit dem Gedanken in Hamburg zu starten.. Aber das ist vom Land der Berge so weit weg 😉 Zudem überzeugt mich das kalte Wasser nicht uuuunbedingt von dieser Veranstaltung. Aber die Stimmung is sicher bombe. Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr 🙂
    Sportliche Grüße

    • Trilifelove sagt:

      Hey,

      danke dir :)…. Ja das Wasser ist kalt – dafür aber kein Neo Verbot 😉 Hat alles seine Vor-und Nachteile….

      Die Veranstaltung ist aber wirklich Grandios und lohnt sich auf jeden Fall.

      LG
      Andrea

  3. schorsch sagt:

    Okay.. so gesehen hat das kalte Wasser natürlich auch was. Und man ist ja auch wacher, wenns kalt ist. Aber ich bin eben Warmduscher 😀 Da kostet es immer Überwindung!

Kommentar verfassen