Ironman Kraichgau 2019

Ironman Kraichgau

Ironman Kraichgau – Das Land der 100 Hügel – Angst? Ja, Training? Hmm nicht viel, Spaß?, Ne ganze Menge 😊

Unser Kraichgau Abenteuer startete schon am Mittwoch nach der Arbeit. Nach 9 Stunden inklusive Stau und einem nicht eingeplanten Familien Besuch, kamen wir im Kraichgau an. Es war nicht ganz einfach im dunkeln diesen Parkplatz zu finden aber irgendwann standen wir und konnten endlich die Augen zu machen.

Was davor geschah – Ironman Kraichgau

Am Donnerstagmorgen hieß es dann, ab ins Wasser – Den Neo hatte ich dieses Jahr noch nicht an und im See war ich dieses Jahr auch noch nicht. Es kam wie es kommen musste – voll das Kopfproblem!!! Das Wasser war kalt, der Neo irgendwie zu eng und schwimmen, oh man das ging auch überhaupt nicht gut… PAAANNIIIKKKK – wie soll ich denn 1,5 Km am Sonntag schwimmen??

Nach dieser Erfahrung ging es dann mittags auch noch aufs Rad (Strecke anschauen) – Mir wurde vorher gesagt, nimm dein Zeitrad mit, nicht das Rennrad… Ist ja nur Wellig. Man sollte nie auf andere hören, die so etwas sagen :D. Nachdem wir aus Bad Schönborn rausfuhren, war mir schnell klar das wird ne harte Nummer. Wir radelten und ich wurde immer langsamer, meine Norddeutschen Beine (die auch in der Ebene nicht oft das Fahrrad gesehen hatten), schafften das einfach nicht. Resultat PANNIKKKK, VERZWEIFLUNG, ICH STARTE SONNTAG NICHT!!!!!  Meine bessere Hälfte hat wirklich manchmal eine Engelsgeduld mit mir und versuchte mir Mut zu machen – aber vollkommen vergebens, s…. Schwimmen und s….. Radfahren ich wollte am liebsten nach Hause 😀 …

Am Nachmittag und Abend kamen dann unsere Vereinskollegen an und der Janik (http://janikbroszeit.de/) war auch schon vor Ort.

Die nächsten Tage waren wir dann alle gemeinsam noch einmal im See und ich merkte, es geht doch 😊 Vielleicht fehlte mir auch am Donnerstag einfach der Schlaf 😉

Die nächsten Tage waren entspannt, Startunterlagen holen, Essen gehen, auf der Messe einen neuen Einteiler von Zoot gefunden und ein Sailfish Shirt (irgendwie findet man auch immer etwas), Wettkampfbesprechung, Bundesliga gucken, essen und schlafen. Es waren super schöne Tage mit den ganzen Leuten aus meinem Verein (Triathlöwen Bremen)

Der Tag der Tage beim Ironman Kraichgau

Ironman Kraichgau Schwimmen

Der Tag startete ziemlich früh – kurz was frühstücken und dann ging es für die 70.3 Starter auch schon in die Wechselzone. Ich schaute noch kurz zu und feuerte alle Starter an und dann ging es zu meinem Fahrrad.

Noch mal checken ob alles da ist wo es hinsoll und ab in die Wechselzone. Währenddessen kamen dann auch meine Schwester, mein Neffe und mein Schwager an. Christian startete mit mir zusammen auf der 5150 Distanz. Die Aufregung stieg merklich, Zweifel machten sich mal wieder breit – ist das jetzt wirklich die beste Idee.

Naja, jetzt gibt es kein Zurück, auf gut deutsch gesagt… scheiß drauf – einfach machen.

Das wichtigste habe ich ja noch gar nicht erwähnt – Hitze !! Die gab es ja auch noch, bei unserem Start um 14 Uhr waren es schon 31 Grad.

Wir stiegen in unsere Neos und mussten sofort ins Wasser bevor wir an Überhitzung sterben :D, schnell eingeschwommen und dann ging es an den Start.

Schwimmen – Ironman Kraichgau 5150

Ich ordnete mich bei den Schwimmern mit 25-30 min Schwimmzeit ein, vor mir war also nur eine schnellere Gruppe – 27 min war mein gesetztes Ziel. Alle paar Sekunden kamen die nächsten 4 ins Wasser und dann Piep und ab geht’s – Ganz schön anstrengend dieses reinlaufen 😀 aber alles war gut ich war plötzlich total motiviert. Leider kam ich irgendwie nicht so gut ins Schwimmen rein und hatte Orientierungsprobleme – hätte man doch vorher öfters mal üben sollen. Ich schaute am Ende auf meine Uhr und sah 29 min. Ziel um 2 min verfehlt aber egal jetzt ab aufs Rad.

Wechsel 1 – Man muss das ganze ja mit Spaß sehen

Ich ging aus dem Wasser raus und suchte verzweifelt mein Band vom Neo – es war nicht da wo es sein sollte – PAANNIIKKK – Abgerissen? So ein Quatsch dachte ich mir, locker bleiben – Juhu da ist es 😊 runter ziehen bisschen fluchen und zu den Beuteln. Beutel, wo ist der blöde Beutel — AAAHHHPANNIKKK – Gefunden. „Schnell“ umziehen und zum Rad.

Radfahren – Die Qualen im Land der 1000 Hügel

Das Radfahren fing super an – es lief gut und ich war selber total überrascht. Jetzt war es aber schon ganz schön heiß auf dem Rad, gerade bei den Hügeln platze mir fast der Kopf. Ich hatte extra eine Flasche mit Wasser am Fahrrad, mit der ich mich etwas abkühlen konnte. Ich nahm also die Flasche und spritzte mir das Wasser auf den Rücken – Ähhh das ist ja richtig heiß ☹ – Ja, bei mittlerweile 33 Grad auch kein Wunder.

Bei jedem „Berg“ (für mich waren das alles Berge und keine Hügel) wurde ich überholt und mit aufmunternden Worten versehen. Bis mein, wie ich ihn nenne, „Hügel des Todes“ kam. Ich fuhr und plötzlich ein stechender Schmerz im Oberschenkel – Scheiße tat das weh – KRAMPF. Ich fuhr so gut es ging weiter, ich war vorher schon langsam aber jetzt war ich eine Schnecke. Jedes Mal wenn ich wieder anfahren wollte war er wieder da. Ich versuchte alles:  im Stehen fahren, leichte Gänge, wegdrücken – Keine Chance.

Ich war fix und fertig und habe wohl zu wenig getrunken (wobei ich nicht weiß wie ich mehr hätte trinken sollen). Es war heiß, es war anstrengend, ich hatte Krämpfe, ich hatte immer wieder im Kopf einfach aufzugeben aber haltet mich für bekloppt – es war auch irgendwie genial.

Wechsel 2 – Runter kommen und Sammeln

Das Rad ist weg, JUHU – geschafft und nicht aufgegeben. Durch die Wechselzone bin ich dann aber mehr gegangen als gelaufen, hab ganz in Ruhe meinen Beutel geholt, hab meinen Puls wieder etwas runtergebracht und hab mir sofort  3 Becher Wasser über den Kopf gekippt.

Laufen – Kraichgau 5150 – So schön

Ich fand laufen sonst immer nicht so toll und Radfahren dafür Grandios, das war heute anders. Ich lief los und von den Krämpfen war nicht mehr übrig als ein dumpfes Gefühl und das wissen, dass es morgen richtig Muskelkater geben wird.

Ich lief los und hörte noch meine Schwester rufen, habe sie aber leider nicht gesehen. WOW so viele Leute an der Strecke, damit hätte ich nicht gerechnet. Alle jubeln einen zu und man ist auf einmal wieder so motiviert. Ich konnte richtig locker laufen – dieses Gefühl hatte ich das letzte Mal im Oktober in Budapest und da war ich gut im Training.

Nun kam ich um die Kurve und hörte schon Mischa und meine Vereinskollegen, die mich auch gerade entdeckt haben und einen Riesenlärm Veranstalteten. Ich war total begeistert 😊

Hügelig war die Strecke auch aber es ging dann doch super, an den Getränkeständen gab es immer zusätzliche Duschen, Eiswürfel, gekühltes Wasser – Ich war eigentlich dauerhaft klitsch nass und gut gekühlt 😊 MEGA GUT… Ich überholte sogar welche (das passiert sonst nie beim Laufen).

Der Stress aufm Rad war wie weggeblasen und die 10 Km gingen vorbei wie im Fluge.

ZIELLLLLLL

Ironman Kraichgau

Juhu endlich konnte ich durchs Ziel laufen… Whoop Whoop – Dieses Gefühl ist immer toll und obwohl ich so daran gezweifelt habe, habe ich es geschafft. Nicht in der Idealen Zeit – aber ist das nicht vollkommen egal? Ja!!!! Nachdem ich so oft nicht trainieren konnte, war ich einfach nur stolz das ich nicht aufgegeben habe und dass ich dann doch noch so locker laufen konnte.

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2 Gedanken zu „Ironman Kraichgau 2019

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