Halbmarathon auf Teneriffa – Mein erster Halbmarathon

Teneriffa-Halbmarathon

Mein erster Halbmarathon, wer hätte gedacht das dies überhaupt noch passieren würde. Nach 3 Abgesagten Halbmarathon Veranstaltungen durch meine Nasen-OP und meinen Rippenbruch hatte ich das Thema eigentlich schon abgeschrieben. Doch dann kam unsere Urlaubsplanung und der Halbmarathon auf Teneriffa 🙂

Anmeldung und Vorbereitung zum Halbmarathon

Meine Rippe war gebrochen und ich stand noch unter Schmerzmitteleinfluss 😀 anders kann ich mir das nicht erklären aber wer kennt es nicht? Man sitzt da sieht diesen tollen motivierenden Trailer und denkt – ICH SCHAFF DAS AUCH! Auf jeden Fall melde ich mich da an 😀

Nach ein paar weiteren Tagen auf dem Sofa wurde mir so langsam klar was ich getan habe und noch einmal nicht zu starten kam definitiv nicht in Frage – Wird schon!

Meine Vorbereitung zum ersten Halbmarathon sollte ganz toll werden, ich schrieb mir einen Trainingsplan und versuchte, sobald ich wieder konnte diesen durchziehen – wie das immer so ist hab ich noch nicht mal die Hälfte davon machen können. Erst wollte der Körper nicht so wie der Kopf wollte und dann gab es andauernd Zeitprobleme – Ich bin also 4 Wochen vor dem Halbmarathon das letzte mal länger gelaufen (etwa 13 km – mein bis dato längster Lauf)

Mein erster Halbmarathon

Teneriffa ist ja eine super schöne Insel – nachdem wir die Tage schon Rad und Kayak gefahren sind und „etwas“ Sightseeing gemacht haben, war es jetzt bald soweit – noch einmal schlafen. Ich war tierisch nervös, wusste immer noch nicht ob ich überhaupt laufen sollte und es wurde eine Recht schlaflose Nacht.

Der Morgen

Total Müde ging es sehr früh nach Santa Cruz und ich hatte richtig Panik. Aber wir „wussten“ ja es ist eine flache Strecke an der Küste und es soll gutes Laufwetter werden.

Umziehen, Klamotten abgeben und tausend Mal auf die Toilette gehen, dann ging es auch schon in die Startaufstellung. Ich hatte wirklich mega Panik

Der Start beim ersten Halbmarathon

Ich hopste nervös auf und ab, änderte 1000 Mal meine Playlist und unterhielt mich noch kurz mit anderen Läufern. Ich sagte mir immer: Du schaffst das, das schaffen auch tausend andere warum also du nicht? Hör auf dir Gedanken zu machen!!

Schon ging es los – komisch war nur – wir liefen in die falsche Richtung – Nicht Richtung Küste, sondern Richtung Stadt. Ich ahnte was da kommen sollte und schon 10m weiter wurde meine Ahnung bestätigt. Erst ging es einen Tunnel herunter und wieder hinauf – ok wenn das alles war und wir jetzt umkehren, komm ich damit schon klar. Aber nein, natürlich war es das nicht, es ging in die Stadt. Wer Santa Cruz kennt weiß es schon – es geht die ganze Zeit nur hoch und runter.

Meine Beine brannten aber komischerweise habe ich sogar Leute bergan überholt. Ich war total verwundert aber das gab mir einen MEGA Motivationsschub.

Eigentlich bin ich jetzt fertig

Nach 8 Km hoch und runter und etwas Selbstüberschätzung am Anfang, war ich vollkommen erledigt und ich hatte keine Ahnung wie ich den Rest noch laufen sollte. Jetzt ging es aber an die Küste da sollte es ja etwas flacher sein. Naja wieder Mal weit gefehlt 😀 man lief eigentlich bis zum Wendepunkt nur bergauf – zwar nicht mehr so steil wie vorher in Santa Cruz aber trotzdem ging es hoch. Ich rechnete mir die ganze Zeit im Kopf aus, wie viele Kilometer es noch sein müssten, bis die Wende kommt aber das kam alles nicht mehr hin – Mein Kopf war völlig leer.

Mischa kam mir entgegen und machte noch fröhlich Fotos von mir, ich hatte da wieder ein kleines hoch und versuchte mich weiter zu motivieren – du gehst nicht und du kannst mehr als du denkst, du schaffst das – immer und immer wieder ging dieser Satz durch meinen Kopf.

Jetzt waren es noch knapp 5
Kilometer.... 

Ich sagte zu mir selbst: „Nur noch ein Sprint vom Ziel entfernt“ (eigentlich ein doofer Gedanke, wenn man weiß wie sehr ein Sprint-Triathlon am Schluss wehtut 😀 )

Meine Beine fühlten sich an wie Gummi, die Sonne war mir plötzlich viel zu warm und ich wollte eigentlich keinen Schritt mehr weiter aber es waren nur noch 5 Km !!!

Ich ging kurz an der letzten Verpflegungsstation um in Ruhe zu trinken und einmal kurz Luft zu holen. Es ging weiter – mir tat wirklich alles weh und ich wurde immer langsamer aber irgendwie schaffte ich es.

Da war das Ziel noch 400 m, ich konnte keinen Schritt schneller und ich versuchte noch zu lächeln (damit ich auch ein schönes Zielfoto bekomme 😀 )

Meine Beine haben sich noch nie so angefühlt aber ich hab es wirklich geschafft und das ohne vieles Training. (Nicht zum Nachmachen empfohlen)

Strecke und Fazit Halbmarathon Teneriffa

Die Strecke ist sehr Anspruchsvoll 250 Höhenmeter auf 21 km hat schon was. Es geht erst zick zack durch die Stadt und danach gibt es noch eine Wendepunktstrecke an der Küste.

Die Kulisse ist toll, das Klima und das Wetter sind auch super, was ich aber sehr schade fand das so gut wie keine Zuschauer dort waren und man auch vorab nichts von der Veranstaltung gehört hat. Aber sonst ein toller Lauf 🙂

Verbesserungspotenzial hat auf jeden Fall die Verpflegung, es gibt zwar genug zu essen und zu trinken auf der Strecke aber es werden 0,5 Liter Wasser in Plastikflaschen verteilt. Keiner trinkt an einer Verpflegungsstelle 0,5 Liter Wasser und die Flaschen landeten überall – In Gebüschen, auf der Straße, im Meer nur nicht im Mülleimer. Durch den Wind werden diese auch noch überall hin verteilt.

Das muss wirklich nicht sein!

(1) Kommentar

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