Halbmarathon Cuxhaven – Laufveranstaltung in der Coronazeit

Halbmarathon Cuxhaven

Der Halbmarathon in Cuxhaven fand wirklich statt :D.

Wie bestimmt auch bei euch, wurden eigentlich alle Laufveranstaltungen abgesagt. Hier im Norden gab es einen Veranstalter, der es geschafft hat ein tolles Hygienekonzept zu entwickeln und ein paar hundert Läufern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern 🙂 .

Die ganze Zeit habe ich gedacht, das der Halbmarathon in Cuxhaven eh noch abgesagt wird. Gerade durch die steigenden Corona-Zahlen war meine Zuversicht eigentlich bei 0 %. Doch gegen meiner Erwartung fand der Halbmarathon und der Marathon statt und ich hatte viel zu wenig trainiert :D. Also auf zum zweiten Halbmarathon.

Das Hygienekonzept Halbmarathon Cuxhaven

Das Hygienekonzept beim Halbmarathon in Cuxhaven hätte eigentlich nicht besser sein können. Bei der Startnummernausgabe und auf dem Veranstaltungsgelände wurden Masken getragen und das Ganze lief reibungslos ab. Bei den Dixie Toiletten standen Desinfektionsmittel und die Toiletten wurden nach jeder Benutzung gereinigt (könnte man sich dran gewöhnen 😉 ). Kurz vor dem Start wurde ein Sammelbereich eingerichtet und jeder hatte seinen eigenen Startplatz. Dadurch war immer gewährleistet, das man sich nicht zu nahe kommt.

Der Lauf

Nachdem wir unsere Taschen abgegeben hatten, gingen wir zum Sammelbereich. Der Sammelbereich war in mehrere Bereiche eingeteilt und nach den jeweiligen Laufzeiten geordnet. Hier konnte man sich in Ruhe einlaufen und dann ging es schon mit der ersten Gruppe los. Die Gruppen wurden einzeln aus dem Sammelbereich abgeholt und zum Startbereich geführt. Der Startbereich war in 100 Startplätze aufgeteilt, mit jeweils Abstand nach vorne, nach hinten und zur Seite. Die Gruppen starteten alle 5 Minuten, somit war gewährleistet, dass sich die einzelnen Gruppen untereinander nicht begegnen. 

Da stand ich nun, kaum trainiert seit einem Jahr nicht mehr als 12 Km am Stück gelaufen aber man kann ja mal einen Halbmarathon laufen 😀 . Kopfhörer rein und auf den Start warten…. 

Es ging los, ich startete und lief genau mein geplantes Tempo. Nach ca. 300 Metern, konnte ich auch endlich die Maske vom Gesicht nehmen 😀 das war ein sehr schönes Gefühl ;). 

Nun lief alles wie am Schnürchen. Ich wunderte mich nur, dass sich doch einige total falsch eingeordnet haben und Leute aus dem letzten Blog schneller liefen als die aus dem ersten. Alle hielten aber Abstand und wir konnten die Strecke gut ablaufen. 

Die Strecke in Cuxhaven ist sehr schön, man läuft erst einmal ein bisschen durch die Stadt und dann immer am Deich entlang bis zum Wasser – hier wurde es dann doch ein bisschen eng. Am Wasser waren viele Touristen und wir Läufer mussten dazwischen ein wenig Slalom laufen aber auch das ging, es war bloß schade das hier (übrigens die einzige Stelle) nicht abgesperrt war. Auf dem nächsten Streckenabschnitt war leider das Wasser übergetreten und man musste einen kleinen, schlecht gepflasterten Pfad laufen auf dem immer wieder Abflussrinnen (ich hoffe das heißt so) eingebaut waren. Dort bin ich auch prompt mal eben umgeknickt :(. Da war ich bei km 8,5-9. 

Die Hälfte war geschafft

Puh jetzt wurde es schon zäh.

Ich fand es schon etwas öde ohne Zuschauer aber jetzt auch noch mit einem bisschen Aua im Fuß, war es dann wirklich sehr sehr anstrengend (mimimi). Ich konnte auch mein Tempo nicht mehr halten. Das störte mich am meisten, denn ich war vorher richtig gut in der Zeit (für meine Verhältnisse). 

Auf der Hälfte der Strecke lief man einmal durchs Ziel, da dachte ich mir nur: “Komm hör einfach auf, dir tut dein Fuß weh – LASS ES EINFACH….”. Was hab ich natürlich auch gedacht: “Ach, das geht vielleicht auch weg, ich bin ja nur so ein bisschen umgeknickt – Schmerz geht vorbei … bla bla”. Was hab ich gemacht? Natürlich! WEITERGELAUFEN 😀 

Das bereute ich prompt, nachdem ich ca. einen Kilometer gelaufen war. Zwicken im Knie 🙁 und alle die mich bis dato noch nicht überholt hatten, überholten mich jetzt. Ich ging und lief abwechselnd und dann fing es auch noch an zu regnen… Wie sollte es auch anders sein? 

Auf der anderen Seite dachte ich mir, EY du bist gleich fertig und bist eigentlich noch fit, eigentlich cool, oder? So lief ich mit meinen ganzen Gedanken einfach weiter und war auf der einen Seite glücklich überhaupt laufen zu können auf der anderen Seite war ich etwas geknickt, weil es einfach nicht so gelaufen ist wie es hätte sein können. 

Im Ziel konnte man sich ein Beutelchen nehmen in dem Wasser, Cola etwas zu essen und natürlich die Medaille enthalten war. Das haben die Veranstalter wirklich gut geregelt :). 

Fazit Laufen in der Coronazeit

Auf der einen Seite ist es super cool mal wieder bei einer Veranstaltung zu laufen.  Für mich persönlich haben aber die Zuschauer gefehlt. Die Stimmung war nicht da, es gab keine Musik – es war einfach etwas traurig, wenn man weiß wie voll es sonst auf Laufveranstaltungen ist. Die Veranstalter haben aber alles super umgesetzt und man fühlte sich die ganze Zeit gut. Aber zum Vergleich mit meinem ersten Halbmarathon auf Teneriffa, muss ich sagen mir ist es ohne Corona lieber 😉

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